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Vorträge halten

10. Juni 2026

Selbstständiges Lernen sollte während der Ausbildung immer im Vordergrund stehen. Oft ist es jedoch notwendig, Auszubildende gezielt so anzuleiten, dass sie im Folgenden eigenständig weiter lernen können. Eine Methode der Anleitung ist der Vortrag.

Ein Vortag als Ausbildungsmethode eignet sich:

  • um aktuelle Informationen in komprimierter Form zu vermitteln
  • als Einführung in ein neue Thematik
  • um einen Überblick über eine Gesamtthematik zu geben

Ein Vortrag kann dann motivierend wirken, wenn er:

  • thematisch klar begrenzt ist
  • verständlich und abwechslungsreich ist
  • durch Fragen aufgelockert wird
  • mit Hilfe von Medien visualisiert und verdeutlicht wird
  • ca. fünf bis fünfzehn Minuten dauert
  • ein klares Ziel hat.

Die Planung eines Vortrags

Wenn ein Thema gewählt ist, sollte der Vortrag zunächst gegliedert werden. Dabei ist es wichtig, vorab zu entscheiden, wie lang der Vortrag sein soll und welche Vortragstechnik Sie verwenden möchten. Überlegen Sie sich, welche Informationen für die Zuhörenden wichtig sind und visualisieren Sie die Hauptgedanken, damit sie besser behalten werden! Am besten bauen Sie Ihren Vortrag so auf, dass er eine kurze Einleitung, einen inhaltlichen Hauptteil und einen zusammenfassenden Schluss enthält. Es ist sinnvoll, dass die Auszubildenden nach dem Vortrag ein Dokument (digital oder Print) erhalten, in dem die wesentlichen Kernaussagen nochmals zusammengefasst sind. Hier die wichtigsten Schritte zur Vorbereitung eines Vortrags:

  • Thema festlegen und zeitlich eingrenzen
  • Vortragsform wählen
  • Thema gliedern
  • Inhalte darstellen und durch Visualisierung unterstützen
  • Fragen einbauen (wenn möglich)
  • Thema zusammenfassen und abschließende Fragen formulieren

Vortragstechnik

Als Hilfsmittel beim Vortragen eignen sich u.a. Stichwortmanuskripte oder vorbereitete Kärtchen. Man kann einen halbfreien oder einen freien Vortrag halten. Meist bietet sich eine Kombination aus diesen Methoden an (Kombinationstechnik). Insbesondere bei kurzen Vorträgen mit überschaubarem Inhalt sollten Sie jedoch möglichst frei vortragen. Vermeiden Sie stets das reine Ablesen von vorbereiteten Texten! Es kann jedoch in Ausnahmefällen eine Möglichkeit sein, wenn etwa schwierige Sachverhalte im Wortlaut wiedergegeben werden müssen. Doch auch in diesen Fällen sollten Sie versuchen, den Blickkontakt mit den Anwesenden aufrechtzuhalten und kurze Redepausen einplanen. 

Kärtchen / Manuskripttechnik

  • teilweise freier Vortrag
  • Kärtchen im DIN A6 Format benutzen
  • unter einer Überschrift / einem Leitgedanken drei bis fünf Stichworte fassen
  • einseitig beschriften

Kombinationstechnik

  • genau geplante Abfolge für die freien, halbfreien und abgelesenen Teile des Vortrages unter Einsatz von Hilfsmitteln
  • Einteilung eines DIN A4-Blattes in zwei Spalten
  • in der linken Spalte stehen Leitgedanken und Stichworte
  • in der rechten Spalte steht der ausformulierte Text

Die Kombinationstechnik hat den Vorteil, dass man jederzeit vom freien in den halbfreien Vortrag wechseln kann. Wenn man den "roten Faden" verliert, kann man auf den vorformulierten Text zurückgreifen.

Audiovisuelle Hilfsmittel einsetzen

Durch den Einsatz von audiovisuellen Medien können Sie Ihren Vortrag ansprechender und interessanter gestalten. Die verschiedenen Hilfsmittel haben sowohl ihre jeweiligen Vor- als auch Nachteile. Die gängigsten Hilfsmittel sind:

  • Wandtafel, Flipchart, Whiteboard
  • Tageslichtprojektor
  • Computer mit Beamer oder anderer Projektionsmöglichkeit

Bevor Sie Ihren nächsten Vortrag halten, sollten Sie folgende Ratschläge beherzigen:

  • Nehmen Sie vor Beginn des Vortrags Blickkontakt zur Gruppe auf
  • Sprechen Sie immer laut und deutlich
  • Benennen Sie Thema, Anlass sowie Ziel und leiten Sie dann zum Hauptteil über
  • Ihre Gliederung sollten Sie möglichst visualisieren
  • Bilden Sie kurze und verständliche Sätze
  • Setzen Sie Ihre Stimme gezielt ein (Lautstärke ändern, Sprechtempo beachten)
  • Halten Sie immer Blickkontakt, denn so können Sie Reaktionen beobachten
  • Unterstützen Sie wichtige Teile durch Gestik
  • Vermeiden Sie Abwehrhaltungen wie z.B. das Verschränken der Arme vor dem Körper
  • Vermeiden Sie, mit Gegenständen zu spielen
  • Achten Sie darauf, dass Sie beim Einsatz von Hilfsmitteln nicht im Bild stehen
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