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09. Juni 2026

Weit über 30 Prozent aller Jugendlichen, die sich auf einen Ausbildungsplatz bewerben, haben Migrationshintergrund. Meist spielt die kulturelle Herkunft überhaupt keine Rolle in der Ausbildung. Nur ab und an wird sie relevant. Dann ist interkulturelle Kompetenz gefordert: Das Wissen um andere kulturelle Normen und Werte hilft dabei, Menschen mit Wurzeln aus fremden Ländern besser zu verstehen. Das wiederum vermeidet Konflikte und Missverständnisse.
Kultur lässt sich weder verordnen, noch in Richtig-und-Falsch-Kategorien einteilen. Ziel ist es, ein Klima zu schaffen, in dem sich alle willkommen, integriert, verstanden und wohl fühlen.
Um sich für kulturelle Unterschiede zu sensibilisieren, sind Schulungen und Fortbildungen natürlich sehr hilfreich. Sie können interkulturelle Kompetenz aber auch im Alltag entwickeln. Was es dazu braucht, ist eine gute Portion Offenheit, Sensibilität und etwas Wissen rund um kulturelle Unterschiede.
Mindestens ebenso wichtig: Setzen Sie sich kritisch mit den eigenen Vorurteilen und Klischees auseinander. Was wissen Sie wirklich über die andere Kultur? Was haben Sie nur mal gehört, gelesen oder gesehen?
Bedenken Sie: Was auf den Einen zutrifft, kann bei der Nächsten ganz anders sein. Den typischen Italiener oder Syrer, die typische Türkin oder Spanierin gibt es genauso wenig wie die typischen Deutschen.
Beobachten Sie im Ausbildungsumfeld versteckten oder offenen Rassismus oder Diskriminierung? Egal von wem die Ausgrenzung ausgeht: Zeigen Sie der Person die rote Karte! Machen Sie deutlich, dass Sie so ein Verhalten und entsprechende Äußerungen auf keinen Fall akzeptieren.
Der vollständige Leitfaden für ausbildende Fachkräfte als PDF-Datei