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"Wir haben längst Digital Natives an den Schulen, die zeigen möchten, was sie können"

10. Juni 2026

Wenn es um die Vermittlung von Medienkompetenz geht, sind alle Lernorte in der Berufsbildung gefragt. Nicht nur im Betrieb, sondern auch an der Berufsschule sollten Auszubildende ihre 4.0-Fähigkeiten stärken und unter Beweis stellen können. Sehr weit ist man auf diesem Weg am Oberstufenzentrum (OSZ) 2 in Potsdam.

Die Förderung berufsbezogener Medienkompetenz ist ein Markenzeichen des Oberstufenzentrums (OSZ) 2 in Potsdam. Die Europaschule, die anstrebt zur digitalen Modellschule zu werden, bietet u.a. kaufmännische und verwaltende Bildungsgänge der dualen Berufsausbildung an und integriert insbesondere im Bildungsgang Versicherungen und Finanzanlagen erfolgreich Digitalisierungsprojekte. Mit Mitteln aus dem Förderprogramm "Berufsschule digital plus" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) wurde hier an eine bereits vorhandene 4.0-Historie angeknüpft und es konnten Fortbildungen für Schulleitung und Lehrkräfte sowie die Anschaffung moderner Hard- und Software finanziert werden. Zugute kommt dies vor allem den Schülerinnen und Schülern, die sich am OSZ2 auf innovative Weise mit ihren Lerninhalten auseinandersetzen können und Fähigkeiten entwickeln, die sie auch im Betrieb und in ihrer späteren beruflichen Laufbahn erfolgreich einbringen können.

Im ersten Lehrjahr werden die Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Versicherungen und Finanzanlagen in Gruppen mit dem Projekt "Ihre Homepage als digitale Visitenkarte zur Agenturübernahme" betraut, bei dem eine Webseite für die fiktive Versicherungsagentur "Proximus" zu erstellen ist – angereichert durch selbst erstellte Fotos und Videos. Im dritten Lehrjahr fördert das Projekt "Digitales Marketing – Zukunft gestalten" digitale Kompetenzen und Kreativität, indem eine digitale Marketingkampagne für Social-Media-Kanäle kreiert wird – u.a. durch selbst erstellte Werbespots, Podcast-Interviews oder das Entwickeln einer Versicherungs-App. Bei den Vorhaben sind kollaborative und agile Arbeitsprozesse in rein digitaler Form Bestandteil der Umsetzung. Sie sollen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich an Arbeitsweisen heranführen, die als zukunftsweisend gelten und in der Praxis gefragt sind.

Olivia Keil ist Bildungsgangvorsitzende der Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen und war Projektkoordinatorin für das DKJS-Förderprogramm "Berufsschule digital plus". Inka Szewczyk ist Lehrkraft am OSZ2 Potsdam und engagiert sich in den dort angebotenen Digitalisierungsprojekten. Gemeinsam stellen sie im Gespräch die Digitalisierungsstrategie an ihrer Schule vor, gehen auf die besondere Begeisterungsfähigkeit von "Digital Natives" für IT-basierte Projektarbeit ein und beleuchten willkommene Effekte zur Förderung der Lernortkooperation.

Umbenennung

"Leando Talks" setzt die Podcastreihe "foraus.gehört – Neues für die Ausbildungspraxis" fort. Die Umbenennung erfolgte mit dem Launch des Leando-Portals im November 2023. Die ehemaligen Portale foraus.de und prueferportal.org sind in dem neuen Webangebot aufgegangen.

Weitere Informationen

Empfohlene Inhalte

Beschreibung:

 

Vernetzung und Austausch im Ausbildungsalltag


Die Ausbildung im Baubereich ist überwiegend am Neubau orientiert, mit klarer Aufteilung der einzelnen Gewerke, oft koordiniert durch eine Bauleitung. Die Energiewende aber rückt die energieeffiziente Gebäudesanierung in den Fokus des Handwerks. Bei der Sanierung von Altbauten ist es nötig, dass die einzelnen
Gewerke an den Schnittstellen enger zusammenarbeiten und kooperieren und sich besser abstimmen, um die Projekte wirtschaftlich und qualitativ durchführen zu können. Es ist wichtig sich anzusehen, welche Prozesse dazu nötig sind und diese gegebenenfalls auch anzupassen.

Ziele:

  • Sensibilisierung für aktuelle Themen wie Energiewende, Klimaschutz und energetische Sanierung von Bestandsgebäuden
  • Verständnis für relevante Maßnahmen bei der energetischen Sanierung (Lernpfad Energetische Gebäudesanierung)
  • Austausch über die vielen Schnittstellen in der Sanierung
  • Sensibilisierung für das Thema Lernortkooperation
  • Beantwortung der Frage, wie die Ausbildung auf die Veränderung im Baubereich reagieren kann (auch im Zuge der kommenden Neuordnung der Bauberufe)
  • Vorstellung von Techniken, die zur Energieeffizienz beitragen
  • Austausch über digitale Tools, die unterstützen können


Wir sind sehr gespannt auf den Austausch hier in unserer Community und laden Euch herzlich ein, Euer Netzwerk zu erweitern und Euer Fachwissen durch den Austausch mit betrieblichen und überbetrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern, Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrern sowie Prüferinnen und Prüfern auf dem neuesten Stand zu halten.


Wir, die beiden Community-Manager, freuen uns auf Eure Beiträge und Fragen!

Dr. Roland Falk & Tina Roth


PS: Mehr von uns vom Kompetenzzentrum gibts hier: www.stuck-komzet.de oder auf den Seiten des Branchenzentrums Ausbau und Fassade.
 

Wärmedämmung

Die Lernortkooperation beschreibt das Zusammenwirken der Lernorte der dualen Berufsausbildung bei der Durchführung der Berufsbildung. Die Verbindung von Theorie und Praxis wird durch die gemeinschaftliche Ausbildung an den unterschiedlichen Lernorten Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildungsstätte realisiert.

Lernwelt

Betrieblicher Ausbildungsplan

In diesem Lernpfad „Betrieblicher Ausbildungsplan“ geht es um die gesetzlichen Vorgaben und Standards der Ausbildung in den Bauberufen. Es wird auch die Bedeutung der Lernortkooperation und Kommunikation erklärt.