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🌱 Nach dem Start ist vor dem Ankommen – die ersten Wochen aktiv begleiten
Nicole Sträfling | 13.08.2026

Liebe Community,
der erste Tag ist geschafft – Arbeitsplatz eingerichtet, Team vorgestellt, erste Eindrücke gesammelt. Doch was kommt danach? Die ersten Wochen nach dem Ausbildungsstart sind genauso entscheidend wie der Tag. Denn jetzt zeigt sich, ob das Willkommensgefühl anhält, ob Azubis wirklich ankommen – und ob sie bleiben wollen.
Warum die ersten Wochen so wichtig sind
Viele Ausbildungsabbrüche passieren nicht im zweiten oder dritten Lehrjahr, sondern in den ersten Monaten. Der Grund ist selten mangelndes Fachwissen – häufiger spielen Unsicherheit, fehlende Orientierung oder das Gefühl, nicht dazuzugehören, eine Rolle.
Gleichzeitig ist genau diese Phase eine große Chance: Azubis sind offen, motiviert und lernbereit. Wer jetzt präsent ist und regelmäßig begleitet, legt den Grundstein für eine tragfähige Ausbildungsbeziehung.
Tipps fĂĽr deine Ausbildungspraxis
🗓️ Regelmäßige Kurzgespräche einplanen
Plane in den ersten vier bis sechs Wochen kurze, wöchentliche Check-ins ein – 10 bis 15 Minuten reichen. Frag nicht nur nach Aufgaben, sondern auch nach dem Befinden: „Wie läuft es für dich gerade?" oder „Was hat dich diese Woche beschäftigt?" Solche Gespräche signalisieren echtes Interesse und öffnen Türen.
🎯 Kleine Erfolgserlebnisse sichtbar machen
Azubis brauchen in der Anfangsphase das Gefühl, Fortschritte zu machen. Benenne konkret, was gut gelaufen ist – auch wenn es Kleinigkeiten sind. „Du hast heute die Kundenanfrage selbstständig bearbeitet – das war super!" wirkt stärker als allgemeines Lob.
📋 Erwartungen regelmäßig abgleichen
Was am ersten Tag besprochen wurde, ist nach zwei Wochen vielleicht schon wieder unklar. Greift Absprachen nochmal auf: Welche Ziele habt ihr fĂĽr die ersten Wochen vereinbart? Was ist noch offen? Ein kurzes gemeinsames Durchgehen schafft Klarheit fĂĽr beide Seiten.
🤝 Das Team aktiv einbinden
Gutes Onboarding ist Teamaufgabe. Sprich Kolleg:innen gezielt an, die neue Azubis in ihren Alltag einbeziehen können – sei es durch gemeinsame Aufgaben, kurze Erklärungen oder einfach ein offenes Ohr. So entsteht Zugehörigkeit, die über deine eigene Begleitung hinausgeht.
📝 Kurz dokumentieren, was besprochen wurde
Ein paar Stichpunkte nach jedem Gespräch helfen dir, den Überblick zu behalten und beim nächsten Mal dort anzuknüpfen, wo ihr aufgehört habt. Das zeigt Azubis: Ich werde wahrgenommen und ernst genommen.
Jetzt aktiv werden
✅ Plane noch diese Woche deinen nächsten Check-in mit deinen neuen Azubis ein.
✅ Schau zurück: Was habt ihr am ersten Tag besprochen – und was davon ist noch offen?
âś… Tausch dich aus: Wie begleitet ihr bei euch die ersten Wochen? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren.
🔗 Tipp: Auf netzwerkq.de findest du weitere Impulse und Materialien rund um Onboarding, Gesprächsführung und die Begleitung in der Ausbildung.
Ihr müsst in dieser Phase nicht alles perfekt machen – entscheidend ist, dass ihr präsent seid, zuhört und gemeinsam weiterlernt. Denn Ankommen braucht Zeit. Und eure Begleitung macht den Unterschied.
Viele GrĂĽĂźe
Donya, Juliane und Nicole
Bildquelle: Ann H – Fotografie

