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Betriebliche Ausbildung im Fokus: Ergebnisse des BIBB-Qualifizierungspanels 2023
1. Oktober 2025
Wie viele Menschen kümmern sich eigentlich in Betrieben um die Ausbildung von Nachwuchskräften – und wie hat sich diese Situation in den letzten Jahren verändert? Genau das hat das BIBB-Qualifizierungspanel 2023 untersucht. Im Mittelpunkt stand das betriebliche Ausbildungspersonal im dualen System. Erfasst wurden nicht nur die reinen Zahlen, sondern auch die Zusammensetzung der Beschäftigten, die Ausbildungsaufgaben übernehmen. Zusätzlich blickten die Betriebe auf die vergangenen fünf Jahre zurück und gaben Einschätzungen zu zwei wichtigen Fragen:
- Wie leicht oder schwer ist es geworden, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Ausbilderrolle zu gewinnen?
- Wie hat sich der Betreuungsaufwand pro Auszubildendem bzw. Auszubildender verändert?
Ziel der Befragung war es, ein aktuelles Stimmungsbild zur Ausbildungssituation zu gewinnen und gleichzeitig fundierte Daten zu sammeln.
Herausforderungen bei der Datenerhebung
Die Ergebnisse machen deutlich, dass es für viele Betriebe schwierig ist, das Ausbildungspersonal klar nach verschiedenen Gruppen zu unterscheiden – zum Beispiel bei den offiziell gemeldeten Ausbilderinnen und Ausbildern nach AEVO zwischen haupt- und nebenberuflich Tätigen. Zudem verstehen sich nicht alle Beschäftigten mit Ausbildungsaufgaben überhaupt als Ausbilderin oder Ausbilder. Für viele ist die Zusammenarbeit mit Auszubildenden und deren Anleitung so selbstverständlich, dass sie über ihre implizite Rolle als pädagogisch Tätige kaum nachdenken. Entsprechend können viele Führungskräfte oft nicht genau angeben, wie viele Mitarbeitende in ihrem Unternehmen tatsächlich an der Ausbildung von Auszubildenden beteiligt sind. Oft werden nur diejenigen namentlich erfasst, die im Ausbildungsvertrag oder im betrieblichen Ausbildungs- und Versetzungsplan genannt sind. Andere Kolleginnen und Kollegen, die als ausbildende Fachkräfte die offiziell verantwortlichen Ausbilder/-innen informell unterstützen, bleiben häufig unbeachtet.
Personalsituation in Betrieben bleibt schwer zu überblicken
Während sich für den schulischen Teil der dualen Ausbildung recht unkompliziert Daten erheben lassen – etwa zur Anzahl der Lehrkräfte in den 16 Bundesländern (KMK 2025) –, sieht es auf der betrieblichen Seite ganz anders aus. Hier gleicht die Personalsituation noch immer einer Blackbox. Der Grund: Im Unterschied zu den Berufsschulen gibt es im Betrieb keinen fest umrissenen Berufsstand für Ausbilderinnen und Ausbilder. Ausbildungsaufgaben werden vielmehr auf viele Schultern verteilt. Beteiligt sind alle Beschäftigten, die in irgendeiner Form zur Ausbildung des Fachkräftenachwuchses beitragen – sei es durch gelegentliche Unterstützung oder durch eine feste Ausbilderrolle. Der zeitliche Umfang kann dabei stark variieren: von einigen Stunden im Monat bis hin zu einer Vollzeitstelle. Trotz der empirischen Herausforderungen lohnt es sich, durch Befragungen die breite Gruppe der betrieblichen Ausbilder/-innen zumindest annähernd zu erfassen.
Weitere Informationen
Die Studie kann im VET Repository des BIBB kostenfrei heruntergeladen werden:
Ausbilder/-innen im Betrieb – Neue Eckdaten aus dem BIBB-Qualifizierungspanel
Lesen im Ausbildungsalltag: Drei einfache Impulse mit großer Wirkung
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Vielfalt ist kein Sonderthema – sie ist Alltag in der Ausbildung.
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