Die betriebliche Fachaufgabe ist eine reale berufliche Aufgabe, die Auszubildende im Betrieb selbst bearbeitet haben. Sie ist Bestandteil des sogenannten "fallbezogenen Fachgesprächs". Bei der "Report-Variante" wird diese Aufgabe in einem kurzen Report dokumentiert und eingereicht.
Es gibt die "Report-Variante" typischerweise bei Berufen mit Wahlqualifikationen. Diese spezialisierten Module, die Auszubildenden eine individuelle Schwerpunktsetzung ermöglichen, geben auch die Themenfelder für die betriebliche Fachaufgabe vor, über die ein Report geschrieben werden kann.
Der Report selbst fließt nicht in die Bewertung der Prüfungsleistung ein, sondern dient dem Prüfungsausschuss nur zur Vorbereitung des fallbezogenen Fachgesprächs. Aus dem Report werden für das fallbezogene Fachgespräch prozessorientierte Fragen entwickelt. Mit deren Hilfe wird geprüft, ob ein Prüfling in der Lage ist, problemhafte Situationen zu lösen.
Die typischen Merkmale eines Reports sind:
- Beschreibung einer realen betrieblichen Aufgabe
- Darstellung von Zielsetzung, Planung, Durchführung und Ergebnis
- Reflexion des eigenen Vorgehens
- Begründung von Entscheidungen
- Einhaltung formaler Vorgaben (bspw. Deckblatt, Umfang, Struktur)
Die Report-Variante ist verankert in den jeweiligen Ausbildungsordnungen der Berufe und wird konkretisiert durch die Prüfungsordnungen der zuständigen Kammern (bspw. IHK, HWK).