Um Lernsituationen zu ermöglichen, die nachhaltige berufliche Handlungskompetenzen fördern, empfiehlt es sich, gewisse Grundsätze und Herangehensweisen zu berücksichtigen, die sich u.a. in den BIBB-Modellversuchen bewährt haben:
Auch wenn Nachhaltigkeit ein globales Problem ist, sollten Auszubildende sich vor allem bezogen auf den eigenen Wirkungskreis mit dem Thema auseinandersetzen dürfen.
- Ausbildungspersonal sollte die Folgen bestimmter Handlungen stets erkennbar machen, damit sie im Kontext der Nachhaltigkeit verstanden werden können.
- Auszubildende sollten ermutigt werden, Alternativen zu bewährten Vorgehensweisen zu entwickeln.
- Nachhaltigkeit ist ein Aspekt sämtlicher Arbeitsprozesse und sollte durch lebendiges Lernen erfahrbar gemacht werden.
In dem Praxisleitfaden "Lernprozesse in der Berufsausbildung nachhaltigkeitsorientiert gestalten" werden Hinweise dazu gegeben, wie lebendiges Lernen gestaltet werden kann3. Demnach ist dieses Ziel besonders leicht zu erreichen, wenn Lernprozesse persönliche Biografien betreffen, verschiedene Sinne ansprechen und die Interaktion innerhalb einer Gruppe ermöglichen. Diese Merkmale wiederum lassen sich mit folgenden methodischen Zugängen kombinieren:
- journalistisch-erkundend
- spielerisch-erprobend
- transformierend-gestaltend
Die BIBB-Modellversuche zu den Berufen des Lebensmittelhandwerks und der Lebensmittelindustrie haben einen Orientierungsrahmen für Methoden der BBNE entwickelt, der konkrete Umsetzungsvorschläge beinhaltet.