Die digitale Station, die nun in Dresden in der praktischen Prüfung eingesetzt werden konnte, hatte eine lange Entwicklungszeit von der ersten Idee einer Computersimulation bis zur Umsetzung. „Beteiligt waren immer Praxispartner und Akteure der beruflichen Bildung“, blickt Abele zurück. Im engen Austausch mit dem Gesellenprüfungsausschuss wurden komplexe Szenarien entwickelt, wie Punktzahlen zustande kommen. Bewertungskriterien wurden überprüft und aus vergangenen Prüfungen Strukturen für ein Bewertungsschema entwickelt. Weitere Tests bezogen sich darauf, Bedienhürden auszuschließen.
Wir haben als Professur für Berufspädagogik in Dresden sehr viel Offenheit von Seiten der Prüfungsakteure erlebt.
Prof. Dr. Stephan Abele, Professur für Berufspädagogik in Dresden
Der Gesellenprüfungsausschuss in Dresden hatte hohe Anforderungen und wir mussten viel testen und planen, sagt Abele. „Ich war begeistert, wieviel konstruktive Beiträge, wie viel Offenheit und Neugier zu spüren war. Und am Ende hat es gut funktioniert.“ Ihn freut besonders, dass auch andere Innungen, Kammern und Landesverbände großes Interesse an der Entwicklung zeigen. „Ich bin zuversichtlich, dass die Geschichte, die wir hier in Dresden schreiben, weitergeht.“