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Rangliste der Neuabschlüsse bei Ausbildungsberufen: Wenig Neues an der Spitze, Bewegung im Mittelfeld

5. März 2026

Die Rangliste der beliebtesten dualen Ausbildungsberufe blieb weitgehend stabil, mit denselben Berufen an der Spitze wie im Vorjahr. Im Mittelfeld gibt es jedoch mehr Bewegung: Trotz insgesamt sinkender Ausbildungszahlen gewinnen einige Berufe an Beliebtheit und steigen in der Rangliste auf.

An der Spitze der beliebtesten dualen Ausbildungsberufe hat sich 2025 kaum etwas verändert: Wie schon im Vorjahr führen bundesweit Kraftfahrzeugmechatroniker/-in (24.531 neue Verträge; 2024: 25.230), Kaufmann/-frau für Büromanagement (21.732; 2024: 22.239) und Verkäufer/-in (21.585; 2024: 20.733) die Rangliste an. Spannender wird es jedoch im Mittelfeld: Trotz eines insgesamt rückläufigen Trends bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen legen einige Berufe deutlich zu und klettern in der Rangfolge spürbar nach oben. Das zeigen die aktuellen Zahlen der BIBB-Erhebung zu neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zum Stichtag 30. September 2025.

Der 2022 eingeführte zweijährige Ausbildungsberuf „Fachkraft Küche“ boomt weiter: Mit einem deutlichen Zuwachs klettert er um satte zehn Plätze in der Rangliste nach oben – und sorgt damit für den größten Sprung unter den von Frauen gewählten Berufen. Trotzdem bleibt der Frauenanteil insgesamt niedrig: Nur 23 Prozent der Neuabschlüsse entfallen auf Frauen. Ähnlich dynamisch geht es in anderen Berufen zu: Bäcker/-innen, Tiefbaufacharbeiter/-innen und Straßenbauer/-innen legen jeweils kräftig zu und gewinnen acht Plätze. In allen vier Berufen dominieren Männer mit einem Anteil von über 75 Prozent klar das Feld.

Bei den Männern bleibt die Spitze 2025 fest in Hand der Klassiker: Wie in den Vorjahren führt der Kraftfahrzeugmechatroniker die Rangliste klar an – mit 23.007 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (2024: 23.661). Auf Platz zwei rückt der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik vor – mit 14.172 neuen Verträgen (2024: 14.277) gewinnt er zwei Plätze und verdrängt damit den bisherigen Zweitplatzierten. Den dritten Rang behauptet stabil der Elektroniker mit 14.082 Neuabschlüssen (2024: 14.391).

Der absolute Überraschungssieger bei den Männern 2025: der Medizinische Fachangestellte (MFA). Mit 1.146 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (2024: 837) verzeichnet dieser Beruf den stärksten Zuwachs aller männlich gewählten Ausbildungsberufe – und klettert damit sensationelle 17 Plätze nach vorn. Das ist zugleich der kräftigste jährliche Anstieg bei den männlichen MFA-Neulingen seit 2009. Seit diesem Jahr steigt die Zahl der Männer in diesem klassisch frauendominierten Beruf fast durchgehend – ein klares Zeichen für einen langsamen, aber stetigen Wandel in den Geschlechterrollen.

Bei den Frauen hat 2025 ein echter Wechsel an der Spitze stattgefunden: Die Medizinische Fachangestellte (MFA) führt die Rangliste nun klar an – mit 16.680 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen (2024: 15.432). Im Vorjahr lag sie noch auf Platz drei, jetzt hat sie die Führung übernommen. Auf Rang zwei behauptet sich stabil die Zahnmedizinische Fachangestellte mit 16.206 neuen Verträgen (2024: 15.597). Die Kaufmann/-frau für Büromanagement rutscht dagegen um zwei Plätze ab und landet auf Rang drei – mit 15.501 Neuabschlüssen (2024: 15.720) ein leichter Rückgang.

Neben der „Fachkraft Küche“ legen bei den Frauen zwei weitere Berufe deutlich zu: Die Notarfachangestellte verzeichnet mit 558 neu abgeschlossenen Verträgen (2024: 456) einen spürbaren Aufschwung und klettert um acht Plätze nach vorn. Ähnlich erfreulich entwickelt sich die Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen: Mit 582 neuen Verträgen (2024: 549) gewinnt sie sechs Plätze in der Rangliste hinzu.

Insgesamt wurden 2025 bundesweit 475.950 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – das sind 10.311 Verträge oder 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Geschlechterverteilung bleibt deutlich unausgewogen: Knapp zwei Drittel der Neuverträge (63,5 %) entfallen auf junge Männer, etwas mehr als ein Drittel (36,4 %) auf junge Frauen.

Weitere Informationen

Pressemitteilung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) vom 03.03.2026

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