Mit der so genannten Arbeitsprozessmatrix können Arbeitsprozesse analysiert und beschrieben werden.
Ergebnisse einer Arbeitsprozessanalyse lassen sich zur weiteren Verwendung im Sinne einer arbeitsprozessorientierten Berufsbildung aufbereiten.
Für die Arbeitsprozessanalyse ist ein Betrieb auszuwählen, für den der zu untersuchende Arbeitsprozess zum Kerngeschäft zählt. Hier liegen die Erfahrung und das Know-how von "Arbeitsprozess-Experten" (Meister, Altgeselle, erfahrener Facharbeiter) und entsprechende Fallbeispiele – also typische Aufträge – vor.
Die Analyse eines Arbeitsprozesses findet in der Regel im Betrieb statt. Im Gespräch mit den Arbeitsprozess-Experten werden die einzelnen Handlungsschritte und Methoden, die Arbeitsgegenstände, die verwendeten Werkzeuge sowie die zu berücksichtigenden Anforderungen aufgeschlüsselt.
Das im Gespräch mit Arbeitsprozess-Experten und bei Betriebs- und Baustellenbegehungen gewonnene Material wird im letzten Teilschritt ausgewertet und zu einer Arbeitsprozessbeschreibung zusammengeführt. Dabei können ggf. noch vertiefende Recherchen durchgeführt werden, um nicht oder nicht genau genug analysierte Aspekte zu klären. Abschließendes Ergebnis ist eine ausgefüllte "Arbeitsprozessmatrix", die aus den vier Arbeitsblättern "Arbeitsprozess – Auftragsannahme", "Arbeitsprozess – Auftragsplanung", "Arbeitsprozess – Auftragsdurchführung" und "Arbeitsprozess – Auftragsabschluss" besteht.