Friedrich-Edding-Preis für Berufsbildungsforschung 2025 verliehen
10. Juni 2026
Für ihre exzellenten Dissertationen wurden Dr. Clarissa Pascoe und Dr. Stefan Nagel mit dem „Friedrich-Edding-Preis für Berufsbildungsforschung 2025“ ausgezeichnet. Die Verleihung fand Ende April auf der Fachtagung „Betriebliche Bildung in Gesundheitsberufen“ der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) in Bielefeld statt – organisiert von der Hochschule Bielefeld und der Universität Münster, gefördert vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

In ihrer Dissertation mit dem Titel „Ab heute bist du Ausbilder“ beleuchtet Dr. Clarissa Pascoe, wie technische Fachkräfte den Übergang in die Rolle hauptamtlicher Ausbilderinnen und Ausbilder erleben – und welche typischen Herausforderungen sie dabei meistern müssen.
Dr. Stefan Nagel widmet sich in seiner Arbeit der Frage, wie Nachhaltigkeitsaspekte in der Facharbeit industrieller Metallberufe verankert sind. Dabei untersucht er sowohl die erforderlichen beruflichen Kompetenzen als auch deren Vermittlung in der beruflichen Bildung.
BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl würdigte beide Dissertationen als wertvolle Beiträge zur Verbindung von Berufsbildungsforschung und -praxis. Sie lieferten wichtige Impulse zur Qualitätsentwicklung der dualen Ausbildung und damit zur Fachkräftesicherung. Clarissa Pascoe rücke die Professionalisierung des betrieblichen Ausbildungspersonals in den Fokus, während Stefan Nagel Ansatzpunkte für die akademische Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte an beruflichen Schulen und die nachhaltigkeitsorientierte Gestaltung von Ausbildungsordnungen aufzeige.
Auch Prof. Dr. Volkmar Herkner vom Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik der Europa-Universität Flensburg würdigte die beiden Preisträger stellvertretend für den AG BFN-Vorstand. Dem Vorstand gehören außerdem Prof. Bernd Fitzenberger, Ph.D. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Thomas Hochleitner (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München) und Dr. Iris Pfeiffer (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung) an.
(Quelle: Pressemitteilung des BIBB vom 13.05.2025)
Weitere Informationen

Höchster Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1992
<p>Die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 6,3 Prozent gestiegen – der höchste prozentuale Anstieg seit Beginn der Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im wiedervereinigten Deutschland im Jahr 1992.</p>

Unterschiede bei Ausbildungsvergütungen sind deutlich gesunken
<p>Von 2020 bis 2023 haben sich die Unterschiede in den vertraglich festgelegten Ausbildungsvergütungen erheblich reduziert – sowohl zwischen verschiedenen Ausbildungsbereichen und Regionen als auch innerhalb einzelner Berufe. Dies belegt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das seit 2020 die vertraglich vereinbarten Ausbildungsvergütungen für alle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) geregelten Ausbildungsverhältnisse erfasst.</p>

Über 75 Prozent der arbeitslosen Jugendlichen haben keinen Berufsabschluss
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Jedem vierten Betrieb mit unbesetzten Ausbildungsplätzen springen Bewerber/-innen ab
<p>Immer mehr Unternehmen in Deutschland haben Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen: Während 2013 noch 29 Prozent der ausbildenden Betriebe nicht alle offenen Stellen besetzen konnten, stieg dieser Anteil bis 2023 auf 51 Prozent.</p>