
Der Aufgaben-Manager
Der Aufgaben-Manager ist eine browserbasierte Online-Anwendung, mit der ausbildende Personen - gemeinsam oder arbeitsteilig - praxisnahe und handlungsorientierte Aufgaben erstellen und teilen können.
09. Juni 2026

Durch die Nutzung eines "Large Language Models" (LLM) wie beispielsweise Chat GPT können sich Ausbilder/-innen ihren Arbeitsalltag erleichtern. So kann der Chatbot dazu verwendet werden, eine Lern- und Arbeitsaufgabe zu einem bestimmten Thema zu erstellen. Doch wie geht man dabei am besten vor? In diesem Beitrag soll eine Antwort auf diese Frage gegeben werden. Zentral ist dabei der Begriff "Prompting", der für das zielführende Erteilen von Anweisungen an eine generative KI steht.
Beim "Prompting" spielt besonders die Verwendung eines Beispiels ("One-Shot Prompting") eine große Rolle, um der KI zu vermitteln, wie sie ihre Aufgabe zu erledigen hat. Mit den folgenden exemplarischen Prompts wird skizziert, wie man ChatGPT richtig anspricht.
Du bist Ausbilder und sollst eine sogenannte Lern- und Arbeitsaufgabe erstellen. Diese gliedert sich in die Bereiche: Annahme, Planung, Durchführung, Abschluss. Ich werde dir jetzt als erstes ein Beispiel für eine solche Aufgabe geben. Diese soll gleich als Basis für die von dir erstellte Aufgabe fungieren. Gib mir zunächst nur Rückmeldung, ob du die Struktur verstanden hast: “““BEISPIEL“““
Die KI wird auf die im ersten Prompt gestellte Frage voraussichtlich mit "Ja" antworten. Darauf folgt die nächste Eingabe:
Ich gebe dir gleich Lernmaterial. Bitte erstelle mir dazu eine Lern- und Arbeitsaufgabe. Erfinde hierfür eine passende Aufgabenbeschreibung & Szenario. Das Szenario soll dabei möglichst konkret sein, also auch eine konkrete Firma und ein konkretes Produkt benennen. Berücksichtige außerdem, dass das gegebene Beispiel nur als Anregung für Struktur und Inhalt dienen soll. Verändere den Inhalt also so, dass er zu dem Thema passt: “““GEWÜNSCHTES LERNMATERIAL“““
Nach dem zweiten Prompt sollte das angekündigte Lernmaterial zur Verfügung gestellt werden. Es hilft der KI dabei, ein möglichst konkretes Ergebnis zu generieren und könnte wie folgt aussehen:
"""Lernfeld 10: Digitale Realitäten konzipieren und produzieren
3. Ausbildungsjahr
Zeitrichtwert: 80 Stunden
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, in Entwicklungsumgebungen eigenständig digitale Realitäten in iterativen Arbeitsprozessen zu konzipieren und zu produzieren.
Die Schülerinnen und Schüler analysieren den Kundenauftrag unter inhaltlichen, gestalterischen, technischen und distributiven Gesichtspunkten.
Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über Dramaturgie in immersiven Umgebungen (User-Experience-Design).
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln lineare und nichtlineare Planungselemente unter Berücksichtigung technischer, gestalterischer und wirtschaftlicher Vorgaben.
Sie ermitteln die benötigten zeitlichen, personellen und materiellen Ressourcen. Dabei berücksichtigen sie insbesondere Aspekte der Nachhaltigkeit.
Sie stimmen die inhaltlichen und technischen Anforderungen sowie die Produktionsabläufe mit den Beteiligten auch in einer Fremdsprache ab, legen Verantwortlichkeiten fest und erstellen die Produktionsunterlagen.
Die Schülerinnen und Schüler wählen in einer Entwicklungsumgebung anhand des technischen Konzeptes die erforderlichen Werkzeuge aus und erstellen den Prototyp.
Sie stimmen sich mit den einzelnen Fachdisziplinen ab und gleichen die Zwischenergebnisse in Hinblick auf deren Kompatibilität ab.
Sie ergänzen ihre digitale Realität mit Objekten aus Textur und Objektdatenbanken.
Sie wenden Texturen auf die 3D-Objekte an (UV-Koordinatensystem). Sie achten auf korrekt platzierte Texturen, prüfen die Größenverhältnisse der verwendeten Objekte zueinander und berücksichtigen eine natürliche Kollisionsabfrage (Physiksystem).
Sie setzen Beleuchtungskonzepte und visuelle Effekte mithilfe von Lichtobjekten und Schattierungsmethoden um.
Mit interaktiven Elementen erschaffen die Schülerinnen und Schüler eine Dramaturgie und führen alle 3D-Darstellungen sowie Bild-, Ton- und Interaktionsebenen zu einem immersiven Erlebnis zusammen.
Die Schülerinnen und Schüler optimieren den Prototyp in Abstimmung mit den Auftraggebenden. Dabei überprüfen sie diesen auf logische, technische und gestalterische Funktionalität und gleichen das Produkt auf Übereinstimmung mit den gegebenen Anforderungen ab.
Sie nehmen erforderliche Anpassungen vor. Sie exportieren das geprüfte Endprodukt gemäß den technischen Vorgaben und stellen es den Kunden und Kundinnen unter Einhaltung der Vorschriften zu Datenschutz und Datensicherheit zur Verfügung.
Die Schülerinnen und Schüler reflektieren und bewerten die Umsetzung des Projektes und die Teamarbeit. Sie beurteilen ihre Arbeitsabläufe, analysieren entstandene Probleme und diskutieren alternative Umsetzungsvarianten."""
ChatGPT wird nach der Eingabe der Prompts und des Lernmaterials ein Ergebnis erzeugen. Beachten Sie dabei, dass es wahrscheinlich nicht allen Ansprüchen sofort gerecht werden wird, aber eine erste Grundlage zur weiteren Bearbeitung darstellen kann. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass sich die Ausgabe bei jeder neuen Erstellung unterscheiden wird – was an der grundsätzlichen Funktionsweise der Modelle (ChatGPT-Versionen) liegt.
In unserem Beispiel könnte das Ergebnis von ChatGPT wie folgt aussehen:
Aufgabenbeschreibung & Szenario: AdventureWorld, ein mittelständischer Freizeitpark, möchte die beliebte Achterbahn "Sky Scream" in einem VR-Erlebnis darstellen. Ziel ist es, die Geschichte der Achterbahn interaktiv zu erzählen und die Fahrt immersiv nachzubilden.
Annahme:
Planung:
Durchführung:
Abschluss:

Der Aufgaben-Manager ist eine browserbasierte Online-Anwendung, mit der ausbildende Personen - gemeinsam oder arbeitsteilig - praxisnahe und handlungsorientierte Aufgaben erstellen und teilen können.
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