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Ausbilderqualifizierung im Fokus: „Geprüfter Fortbildungstrainer (HWK)“ & mehr
Wer in der energieeffizienten Gebäudesanierung unterrichtet, weiß: Fachlich sind unsere Dozierenden und Ausbilder:innen top – aber nicht alle haben eine systematische pädagogische Ausbildung. Unterschiedliche Lerngruppen, der sinnvolle Einsatz digitaler Medien und die Planung handlungsorientierter Unterrichte stellen viele vor Herausforderungen. Genau hier setzen neue Qualifizierungsangebote für Ausbildungspersonal an.
„Geprüfter Fortbildungstrainer (HWK)“ – Handlungsorientierung konsequent denken
Die Weiterbildung „Geprüfter Fortbildungstrainer (HWK)“ (ZWH/HWK Aachen) richtet sich an Dozierende in handwerklichen Bildungszentren. Ziel ist es, Lehrgänge handlungsorientiert und teilnehmerbezogen zu planen und zu gestalten. Inhalte sind u. a.:
- didaktische Planung handlungsorientierter Lehrgänge
- methodische Ansätze für handlungsorientierten Unterricht
- handlungsorientierte Mediengestaltung und -einsatz
- Begleitung Lernender, Reflexion des eigenen Verhaltens, Kommunikation und Konfliktbewältigung
Im Erfahrungsbericht wird deutlich: Die Weiterbildung verändert den Blick auf Unterricht grundlegend – weg vom reinen „Stoff vermitteln“, hin zur Rolle als Lernbegleiter:in, der Lernprozesse gestaltet, begleitet und individuelle Erfahrungen der Teilnehmenden gezielt einbindet.
Handlungsorientierter Unterricht für die Praxis der Energieeffizienz
Gerade im Kontext der energieeffizienten Gebäudesanierung ist Handlungsorientierung entscheidend: Wissen soll sich in konkreten Handlungssituationen am „Projektgebäude“ wiederfinden – etwa bei Dämmkonzepten, Detailanschlüssen, Systemvergleichen oder der Integration erneuerbarer Energien.
Die Weiterbildung setzt genau hier an:
- Praxisnahe Aufgaben werden so aufbereitet, dass die Teilnehmenden selbstständig planen, entscheiden und umsetzen.
- Methoden helfen, die Heterogenität der Gruppen zu nutzen, statt sie als Problem zu sehen.
- Ziel ist es, lebenslanges, selbstorganisiertes Lernen zu fördern und den Transfer in den Berufsalltag zu sichern.
Beispiel-Quiz zur Lernerfolgskontrolle:
Wer einen Einblick bekommen möchte, wie spielerische Lernerfolgskontrollen in diesem Kontext aussehen können, kann dieses Quiz ausprobieren:
https://quizacademy.io/B-LUHLUY
Dozierendenlab: Austausch über Gewerke- und Kurssgrenzen hinweg
Ein schönes Beispiel für gelebte Ausbilderqualifizierung ist das Dozierendenlab am HBZ Münster: Ehemalige Teilnehmer:innen der Fortbildung zum Fortbildungstrainer treffen sich regelmäßig, um sich über handlungsorientierten Unterricht, Methoden, Einsatz von KI-Tools, Lerntransfer und Motivation auszutauschen. Leitfragen sind u. a.:
- Wie plane ich meinen Kurs?
- Wie gestalte ich handlungsorientierten Unterricht?
- Wie setze ich digitale Medien sinnvoll ein?
- Wie kann ich Lerntransfer steigern?
So entsteht ein internes Netzwerk, das den Gedanken des Lernbegleiters im Alltag lebendig hält – ein Ansatz, der sich auch auf andere Bildungszentren übertragen lässt.
Ausbildertagung 2026: „Ganzheitlich ausbilden im Handwerk“
Ein weiterer Baustein für Ausbilderqualifizierung ist die geplante Ausbildertagung 2026 „Ganzheitlich ausbilden im Handwerk“ am HBZ Münster. Themen wie psychische Gesundheit der Teilnehmenden, didaktische Integration neuer Technologien, Umgang mit Lernschwierigkeiten, Lernraum als Safe Zone, Lernmanagementsysteme, Quiztools und interdisziplinäre Themen im Handwerk zeigen, wie breit das Spektrum moderner Ausbildung ist – und wie stark es mit Themen der Energieeffizienz zusammenhängt.
Idee für die Community:
In der Leando-Community „Energieeffiziente Gebäudesanierung“ möchten wir solche Qualifizierungsbausteine sichtbar machen, Erfahrungen teilen und Beispiele zeigen, wie Ausbilder:innen ihre Rolle als Lernbegleiter in der Praxis leben – vom Fortbildungstrainer (HWK) über Dozierendenlab bis zur Ausbildertagung.
Wer von euch hat bereits an der Weiterbildung „Geprüfter Fortbildungstrainer (HWK)“ teilgenommen oder ähnliche Formate genutzt?
Was hat sich seitdem im Unterricht verändert?
Welche Methoden funktionieren besonders gut im Kontext energieeffizienter Gebäudesanierung?
Teilt eure Erfahrungen – damit wir gemeinsam gute Aus- und Weiterbildung im Handwerk weiterentwickeln.