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Der Mehrwert externer Expertengespräche im Berufsschulunterricht für Gestalter:innen für immersive Medien
Ein Beitrag von Helge Berlitz-Olle
Warum Expert:innen aus der Praxis den Unterricht bereichern
Die Ausbildung im Beruf Gestalter:in für immersive Medien bewegt sich in einem dynamischen Umfeld, das von technologischen Entwicklungen, kreativen Trends und interdisziplinären Arbeitsweisen geprägt ist. Klassische Unterrichtsformen können dabei nur bedingt die Brücke zwischen schulischer Wissensvermittlung und der sich schnell wandelnden Praxis schlagen. Eine besonders wirksame Möglichkeit, diese Lücke zu schließen, stellt die Einbindung externer Expert:innen aus der Berufspraxis mithilfe der Methode des Expertengespräches dar.
Ein Expertengespräch zeichnet sich dadurch aus, dass Praktiker:innen aus Unternehmen, Agenturen oder Forschungseinrichtungen ihr Fachwissen direkt in den Unterricht einbringen. Sie berichten nicht nur von konkreten Projekten, sondern geben auch Einblicke in Arbeitsprozesse, Teamstrukturen, eingesetzte Technologien und aktuelle Herausforderungen der Branche. Für Auszubildende eröffnet dies einen authentischen Zugang zu Praxiswissen, das über die Inhalte der Lehrpläne hinausgeht.
Aktuelle Inhalte, lebendige Einblicke, echte Orientierung
Der größte Vorteil liegt in der hohen Aktualität und Relevanz der vermittelten Inhalte. Technologien wie Virtual Reality, Augmented Reality oder Mixed Reality entwickeln sich in kurzer Taktung weiter. Externe Expert:innen sind unmittelbar in diese Entwicklungen eingebunden und können Trends, Tools und Workflows vorstellen, noch bevor sie Eingang in Lehrwerke oder Curricula finden. Dadurch erhalten die Auszubildenden ein Gespür für den Innovationsdruck der Branche und lernen, wie wichtig lebenslanges Lernen in ihrem Berufsfeld ist.
Zudem fördert das Expertengespräch die Motivation und Berufsidentifikation der Auszubildenden. Wenn Profis aus der Praxis ihre persönlichen Erfahrungen, Karrierewege und Erfolgsgeschichten teilen, wirkt dies inspirierend und stärkend für die eigene berufliche Orientierung. Es wird deutlich, welche vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Beruf Gestalter:in für immersive Medien bietet – von
der Konzeption interaktiver Lernumgebungen über Entertainment bis hin zu industriellen Anwendungen.
Für die pädagogische Arbeit ist bedeutsam, dass das Expertengespräch dialogisch angelegt ist. Auszubildende haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Meinungen zu diskutieren und im direkten Austausch Antworten auf konkrete Problemstellungen zu erhalten. So wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch kommunikative und soziale Kompetenzen gefördert, die in der Projektarbeit mit Kund:innen und interdisziplinären Teams unverzichtbar sind.
Ein Gewinn für alle Beteiligten – auch über den Unterricht hinaus
Darüber hinaus trägt die Methode zur Stärkung der Kooperation zwischen Schule und Betrieb bei. Indem externe Fachkräfte aktiv in den Unterricht eingebunden werden, entsteht ein lebendiges Netzwerk zwischen Berufsschule, Ausbildungsbetrieben und der Fachcommunity. Dies unterstützt nicht nur die Qualität der Ausbildung, sondern wirkt sich auch positiv auf die spätere Prüfungs- und Berufspraxis aus: Inhalte, die in Expertengesprächen vermittelt wurden, können von den Auszubildenden in Projekten angewendet und bei Prüfungen reflektiert werden.
Nicht zuletzt profitieren auch Ausbilder:innen und Prüfer:innen von diesem Ansatz. Das direkte Feedback aus der Praxis gibt wertvolle Hinweise, welche Kompetenzen in der Branche aktuell besonders gefragt sind. So lassen sich Ausbildung und Prüfungsanforderungen noch passgenauer auf die realen Bedürfnisse abstimmen.
Fazit: Die Methode des Expertengespräches ist weit mehr als ein gelegentliches „Highlight“ im Unterricht. Sie bietet eine systematische Möglichkeit, Praxisnähe herzustellen, Motivation zu fördern und Kompetenzen zukunftsorientiert zu entwickeln. Für den Ausbildungsberuf Gestalter:in für immersive Medien, der von technischer Innovation und kreativer Vielfalt lebt, stellt die Einbindung externer Expert:innen damit einen entscheidenden Mehrwert dar – sowohl für die
Auszubildenden als auch für die gesamte Ausbildungs- und Prüfungsgemeinschaft.
❓Wie sieht das bei euch aus?
💡Habt ihr in eurem Berufsschulunterricht oder in der betrieblichen Ausbildung bereits mit externen Expert:innen gearbeitet? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht – was hat gut funktioniert, wo gab es Hürden?
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