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InnoBB gestartet: Neue Impulse für Ausbildungspersonal in den Bau- und Ausbaugewerken
Mit einer Auftaktveranstaltung in Osnabrück ist das Projekt InnoBB – Innovationsförderung in der beruflichen Bildung offiziell gestartet. Ziel des Projekts ist es, die überbetriebliche Ausbildung in den Bau- und Ausbaugewerken zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und Ausbildungspersonal bei der Gestaltung moderner Lernprozesse zu unterstützen.
Getragen wird InnoBB von drei Kompetenzzentren: dem Berufsbildungs- und TechnologieZentrum der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, dem Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade in Rutesheim sowie dem Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes in Kassel. Gemeinsam entwickeln die Partner praxisnahe Bildungsangebote, die neue Technologien, handlungsorientiertes Lernen und gewerkeübergreifende Zusammenarbeit miteinander verbinden.
Im Mittelpunkt stehen modular aufgebaute Zusatzangebote für Auszubildende, insbesondere zu Themen wie energetische Gebäudesanierung, digitale Lernformate, Künstliche Intelligenz, XR-Anwendungen und Lernplattformen. Für Ausbilderinnen und Ausbilder bietet das Projekt die Möglichkeit, neue didaktische Ansätze kennenzulernen, digitale Werkzeuge sinnvoll in Lernprozesse einzubinden und Ausbildung stärker an den Anforderungen moderner Bau- und Sanierungsprozesse auszurichten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit. Gerade bei komplexen Bauvorhaben und Sanierungsprojekten ist es wichtig, Schnittstellen zwischen den Gewerken zu verstehen, Arbeitsprozesse gemeinsam zu planen und die Auswirkungen der eigenen Tätigkeit auf nachfolgende Arbeitsschritte zu reflektieren. InnoBB schafft hierfür praxisnahe Lernräume, in denen Auszubildende berufliche Handlungskompetenz erwerben und Ausbildungspersonal neue Konzepte für kooperatives Lernen erproben kann.
Die Auftaktveranstaltung machte deutlich: Innovation in der beruflichen Bildung entsteht nicht allein durch den Einsatz neuer Technologien. Entscheidend ist, digitale Werkzeuge dort einzusetzen, wo sie einen konkreten Mehrwert für Ausbildung, Lernprozesse und die betriebliche Praxis bieten. KI, XR und digitale Lernplattformen sollen deshalb die praktische Ausbildung sinnvoll ergänzen, individuelle Lernwege unterstützen und Reflexion ermöglichen.
Im weiteren Projektverlauf werden die entwickelten Konzepte erprobt, evaluiert und weiterentwickelt. Der Austausch mit Betrieben, Bildungsstätten, Fachverbänden und Ausbildungspersonal spielt dabei eine zentrale Rolle. So sollen die Projektergebnisse nicht nur im Verbund der drei Kompetenzzentren genutzt werden, sondern auch Impulse für die Ausbildungspraxis in der Breite geben.
Einen ausführlichen Rückblick auf die Auftaktveranstaltung gibt es auf der Webseite des Komzet Netzwerks: