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Mehr erste GiMs: Die Vielfalt wird sichtbar

Nach den praktischen Prüfungen in Köln haben nun auch weitere angehende Gestalter*innen für immersive Medien ihre Ausbildung abgeschlossen. In Koblenz präsentierten die ersten Prüflinge gemeinsam mit den zwei GiMs aus Hessen ihre betrieblichen Aufträge. In Hamburg hat mit Jorge der erste GiM-Azubi seine Ausbildung erfolgreich beendet.

Damit wird langsam sichtbar, was in den vergangenen drei Jahren in den Ausbildungsbetrieben entstanden ist. Die Projekte zeigen keine einheitliche Schablone. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis.

Die betrieblichen Aufträge reichten von interaktiven digitalen Zwillingen für VR-Anwendungen über virtuelle Produktwelten für Marketing und Vertrieb bis zu 3D-Visualisierungen für Veranstaltungs- und Werbekonzepte. Auch virtuelle Lern- und Trainingsumgebungen, Mixed-Reality-Anwendungen für kulturelle Inhalte und Medienproduktionen zur Vorbereitung immersiver Erlebnisse waren dabei. Die Bandbreite passt zum Berufsbild. GiM ist kein Beruf für eine einzelne Software oder eine bestimmte Anwendung. Es geht um die Verbindung von Gestaltung, Technik und konkretem Einsatz im Betrieb. Je nach Unternehmen kann das sehr unterschiedlich aussehen.

In den Präsentationen und Fachgesprächen wurde deutlich, dass die Azubis nicht nur einzelne Tools anwenden, sondern Projekte planen, umsetzen und fachlich erklären müssen. Sie beschäftigen sich mit 3D, XR, Interaktion, visueller Gestaltung, Produktion und Nutzerführung. Dazu kommen Fragen der Planung, Abstimmung und Qualitätssicherung.

Für die Ausbildungsbetriebe ist das ein wichtiger Moment. Sie haben früh in einen neuen Beruf investiert und damit mitgeholfen, ihn mit Leben zu füllen. Ohne Betriebe, die echte Aufgaben bereitstellen, ausbilden und Verantwortung übernehmen, bleibt eine Ausbildungsordnung Papier.

Ein Dank gilt deshalb den beteiligten Ausbildungsbetrieben, den Berufsschulen, den IHKs und den Prüfer*innen, die die ersten Durchläufe begleitet haben. Die ersten Abschlüsse beantworten noch nicht alle Fragen rund um den neuen Beruf. Aber sie liefern etwas Konkretes: Beispiele aus der Praxis. Sie zeigen, dass GiM-Azubis in sehr unterschiedlichen betrieblichen Kontexten arbeiten können und dass der Beruf nicht auf VR-Brillen oder einzelne XR-Anwendungen zu reduzieren ist.

Für Unternehmen, Agenturen, Medienhäuser, XR-Studios und andere Betriebe lohnt sich deshalb ein Blick auf die bisherigen Projekte. Nicht, weil jedes Unternehmen künftig dasselbe machen sollte. Sondern weil die Beispiele zeigen, wie unterschiedlich immersive Medien heute eingesetzt werden und welche Aufgaben daraus für qualifizierte Fachkräfte entstehen.

Herzlichen Glückwunsch an alle neuen Gestalter*innen für immersive Medien.

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