Direkt zum Inhalt

Beitrag

Nachhaltige Lehr- und Lernmethoden für die Bauausbildung

      Nachhaltigkeit wird im Bauwesen häufig auf ökologische Aspekte wie
      Materialeinsatz, Energieeffizienz oder Ressourcenschonung reduziert.
      Doch nachhaltiges Handeln setzt voraus, dass Wissen nicht nur kurzfristig
      vermittelt, sondern langfristig verstanden, angewendet und
      weiterentwickelt werden kann.
      Genau hier setzt der Vortrag „Nachhaltige Lehr- und Lernmethoden“ an, der im Rahmen
      des Projekts NachBau vorgestellt wurde.
      Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wie Lernen so gestaltet
      werden kann, dass es nachhaltig wirkt – also über einzelne Schulungen
      oder Lerneinheiten hinaus Bestand hat. Ausgangspunkt hierfür ist ein
      Verständnis von nachhaltigem Lernen als tiefem, dauerhaftem
      Wissenserwerb.
 
      Lernende sollen Inhalte nicht nur memorieren, sondern Zusammenhänge
      verstehen, Wissen flexibel in neuen Situationen anwenden und sich
      langfristig selbstständig weiterentwickeln können.
    
      Auf dieser Grundlage wurden zentrale kognitionswissenschaftliche
      Erkenntnisse vorgestellt. Besonders hervorgehoben wurden Prozesse des
      menschlichen Gedächtnisses, die begrenzte Kapazität des Arbeitsgedächtnisses
      sowie die Bedeutung von aktivem Wissenserwerb und regelmäßigem Abruf.
    
      Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um Lernangebote so zu gestalten,
      dass Überforderung vermieden und das Behalten von Wissen gefördert wird.
    
      Darauf aufbauend stellte der Vortrag konkrete nachhaltige Lehr- und
      Lernmethoden vor, darunter Dual Coding,
      verteiltes Lernen (Spacing), problembasiertes Lernen sowie kurze, praxisnahe
      Lernformate wie Micro-Instruktionen>, Teach-Back-Methoden und Peer Learning.
  
      Allen Methoden ist gemeinsam, dass sie aktive Lernprozesse fördern, den
      Praxisbezug stärken und den Transfer von Wissen in den beruflichen Alltag
      erleichtern.
    
      Gerade für die Bauausbildung sind diese Ansätze von besonderer Bedeutung.
      Nachhaltiges Bauen erfordert fundiertes Fachwissen,
      verantwortungsbewusstes Handeln und die Fähigkeit, sich kontinuierlich an
      neue Anforderungen anzupassen.
 
      Nachhaltige Lernmethoden leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, indem
      sie sich nicht nur auf Inhalte, sondern auf die Qualität des Lernens
      selbst konzentrieren.
  
      Der Vortrag macht deutlich: Wer Nachhaltigkeit im Bauwesen ernsthaft verankern will, muss auch
      Lernen nachhaltig denken.
   
      Wer den Vortrag verpasst hat, findet hier im Anhang die Vortragsfolien zum Nachlesen.
Kommentare

Loggen Sie sich bitte ein um kommentieren zu können