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Neu denken, neu ausbilden: Wie AVOmap den Schritt in die AVO 2026 erleichtert
Mit der Neuordnung der Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft wird das Herzstück der beruflichen Qualifizierung grundlegend modernisiert. Insgesamt 19 Ausbildungsberufe wurden im größten Neuordnungsverfahren der Branche überarbeitet, um sie an technologische, ökologische und strukturelle Entwicklungen anzupassen. Die neue Bauberufe-Verordnung tritt zum 01. August 2026 in Kraft und gilt ab diesem Zeitpunkt für alle neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse.
Im Mittelpunkt dieser Neuordnung stehen Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, energieeffizientes Bauen und moderne Bauprozesse. Neue Technologien und vernetzte Maschinen prägen den Berufsalltag zunehmend, was veränderte Kompetenzanforderungen an künftige Fachkräfte zur Folge hat. Diese Entwicklung wird unter anderem durch vier neue Standardberufsbildpositionen abgebildet, die in allen Berufen verbindlich und integrativ vermittelt werden müssen.
Die neue Ausbildungsordnung bleibt nicht ohne Folgen für die betriebliche Ausbildungspraxis. Da viele Inhalte neu strukturiert oder erweitert wurden, müssen Ausbildungsunterlagen, Lernmaterialien und Unterrichtsabläufe überarbeitet werden. Gleichzeitig verschieben sich Ausbildungszeiten innerhalb der Lehrjahre, sodass bestimmte Kompetenzen früher vermittelt werden müssen, während andere in spätere Ausbildungsabschnitte rücken. Hinzu kommt, dass im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung künftig Wahlwochen vorgesehen sind. Diese eröffnen zwar mehr Flexibilität, führen jedoch auch dazu, dass am Ende weniger Nettozeit für die Vermittlung prüfungsrelevanter Inhalte bleibt.
Ausbilderinnen und Ausbilder stehen deshalb vor der Aufgabe, Lernprozesse neu zu sortieren, bestehende Materialien anzupassen und gleichzeitig den Überblick über veränderte Strukturen und Zeitfenster zu behalten. Die Anforderungen an das Ausbildungspersonal steigen damit deutlich, vor allem in der Übergangsphase bis zur vollständigen Implementierung der AVO 2026. Gerade jetzt sind digitale Werkzeuge gefragt, die einen schnellen Zugang zu Informationen, eine kompakte Übersicht über Veränderungen und Orientierung bei der Neuplanung der Ausbildung ermöglichen.
Mit AVOmap liegt ein solches Werkzeug vor. Die App hilft, den Wechsel von der Ausbildungsordnung von 1999 zur neuen AVO 2026 besser zu verstehen, Inhalte schneller zu finden und Ausbildungsprozesse gezielt an die neuen Vorgaben anzupassen.
Die zentralen Funktionen im Überblick:
- AVO im Wandel (1999–2026)
Zeigt alte und neue Ausbildungsordnung direkt nebeneinander. Man erkennt sofort, was bleibt, was sich verändert und welche Inhalte neu hinzugekommen sind. - AVO-Baukasten
Funktioniert wie ein digitales Legoset: Inhalte lassen sich modular zusammenstellen, wodurch Schnittmengen sichtbar werden und Planungsschritte leichter fallen. - AVO-Nachhaltigkeitskompass
Bündelt alle AVO-Inhalte mit Bezug zu Klimaschutz, Ressourcen und Energieeffizienz – ideal, um nachhaltige Aspekte gezielt in Unterweisungen einzubinden. - AVO-Prüfungs-Scanner
Sortiert Inhalte nach Prüfungsrelevanz und Prüfungsform und erleichtert damit eine fokusorientierte Prüfungsvorbereitung. - AVO-Lehrziel-Check(in Entwicklung)
Diese Funktion soll künftig Unterweisungsaufgaben auf ihre Passung zur AVO prüfen.
Fast alle Funktionen stehen bereits zur Verfügung, der Lehrziel-Check folgt in einer späteren Version. Die App bietet damit schon jetzt eine klare Orientierungshilfe im Umgang mit der neuen Ausbildungsordnung und unterstützt dabei, Veränderungen aktiv zu gestalten statt nur zu reagieren.
Die neue AVO verlangt Anpassung – AVOmap macht sie machbar. Sie schafft Überblick, sortiert Inhalte und begleitet Ausbildungspersonal sicher durch den Wandel.
Derzeit steht AVOmap zunächst ausschließlich den überbetrieblichen Bildungszentren des Bau Bildung Sachsen e. V. zur Verfügung, wo die Anwendung entwickelt und praktisch erprobt wurde, sowie dem Bau Bildung Sachsen-Anhalt e. V. Im nächsten Schritt sollen auch betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder der angeschlossenen Ausbildungsbetriebe Zugriff erhalten. Eine darüber hinausgehende Verbreitung ist aktuell noch nicht vorgesehen, aber grundsätzlich denkbar – und damit eine mögliche Perspektive für die Zukunft.