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OniStep: Kann das was oder kann das weg?

OniStep ist ein KI-Software-Werkzeug, das als virtuelle Assistenz für Nutzer*innen direkt innerhalb von Software-Anwendungen arbeitet. Es unterstützt die Nutzer*innen dabei, Arbeitsschritte sichtbar zu machen, also: wo klicke ich, was muss ich auswählen, wie geht es weiter?

Aktuell deckt OniStep über 20 Software-Anwendungen ab, von Klassikern wie Word, Excel und PowerPoint bis hin zu komplexeren Anwendungen wie Photoshop oder Audacity. Für die Nutzung stehen drei Preismodelle zur Auswahl (Lite, Starter, Business).

Nutzen von OniStep im Betrieb

Für die GiM-Ausbildung könnte OniStep ein guter Einstieg in die gängigen Tools Unreal Engine, Unity und Blender sein. Alle drei Tools sind dort integriert. Zu jedem Programm gibt es zehn Lernmodule mit je fünf Tutorials, die Schritt für Schritt von den Grundlagen bis hin zu professionellen Ergebnissen führen (sollen):

    • Unreal Engine: Start mit Projektaufbau und Benutzeroberfläche, dann Gestaltung immersiver Umgebungen, Entwicklung von Spielmechaniken und erste Skripterfahrung mit Blueprints und C++.
    •  Das Versprechen: am Ende soll man in der Lage sein, eigene professionelle Spiele zu entwickeln und zu veröffentlichen.
    • Unity: Vergleichbarer Aufbau, Fokus auf Game-Mechanik, C#-Scripting und Performance-Optimierung – bis hin zur Veröffentlichung auf verschiedenen Plattformen.
    • Blender: Einstieg über Projekt-Setup, dann Modellierung, Texturierung, Rigging, Beleuchtung, Kameraführung und Rendering. Ziel: 3D-Modelle und Animationen in professioneller Qualität.

Potenzial für die Ausbildung

OniStep könnte eine sinnvolle Ergänzung für das Selbstlernen in der Ausbildung sein, z.B. in den ersten Monaten, wenn Azubis noch wenig Software-Routine haben.

 Auch für Praktikant*innen oder kurzfristige Projekte kann das OniStep helfen, wenn keine intensive Einarbeitung möglich ist oder Ressourcen in aktuellen Projekten mit Abgabe-Deadlines gebunden sind.

  • Natürlich ersetzt OniStep nicht die Aufgaben von Ausbilder*innen, aber es kann Zeitdruck abfedern und Lernprozesse strukturieren.

Beispiele für konkrete Anwendungsszenarien

Selbstgesteuertes Lernen am Arbeitsplatz

Wenn Azubis ein neues Tool kennenlernen („Licht setzen in Unity“ oder „Avatar-Rigging in Blender“), können sie OniStep fragen: „Wie lege ich eine neue Lichtquelle an?“ Das Tool zeigt dann direkt im Interface, wo der Befehl liegt, hier resultiert ein Lernfortschritt ohne YouTube-Ablenkung.

Unterstützung in Software-lastigen Lernfeldern

OniStep könnte zur Fehlerdiagnose und Prozessbegleitung in den Lernfeldern dienen, in denen es um die Erstellung und Animation von 3D-Elementen oder der Konzeption und Produktion von digitalen Realitäten geht.

Begleitendes Tool für betriebliche Lernaufgaben

Bei betrieblichen Aufträgen können Azubis OniStep als „Coach“ einsetzen, um eigenständig Lösungen zu finden, solange sie nicht nur „blind“ den Anweisungen folgen.

Unterstützung für Lehrkräfte und Ausbilder:innen

OniStep lässt sich auch didaktisch nutzen, etwa für Schritt-für-Schritt-Demonstrationen oder als Grundlage für eigene Tutorials, die an Software-Versionen angepasst bleiben.

Kritische Punkte

    • Abhängigkeit: Wenn OniStep zu viel vorgibt, sinkt der Lerneffekt. Ziel der Ausbildung ist ja, dass Azubis verstehen, nicht nur „nachklicken“.
    • Datenschutz: OniStep analysiert Software-Oberflächen und ggf. lokale Daten.  Das ist in schulischen oder betrieblichen Umgebungen rechtlich sensibel.
    • Lizenzmodell: Solange OniStep kein klar geregeltes Bildungs- oder Open-Modell anbietet, wäre der Einsatz nur als Pilotprojekt oder Demonstrator realistisch.
    • Sprachbarriere: Aktuell ist OniStep englischsprachig, für die Berufsschule evtl. hinderlich.
    • Didaktik: Lernbegleitung braucht Struktur: OniStep müsste in ein didaktisches Konzept eingebettet werden (z. B. „Guided Discovery Learning“).

 

Fazit: OniStep ersetzt keine Ausbilder*innen, aber es kann vielleicht helfen, Lernwege klüger, individueller und zugänglicher zu gestalten. 

Was ist Eure Meinung dazu?

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