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Sommerspecial: Die ersten GiMs im Porträt: Franz Henning
Drei Jahre nach dem Start des neuen Ausbildungsberufs haben die ersten Gestalter:innen für immersive Medien ihre Ausbildung abgeschlossen. In den nächsten Wochen stellen wir einige von ihnen vor: ihre Projekte, ihre Erfahrungen und ihren Blick auf einen Beruf, der gerade erst beginnt, sich in der Praxis zu etablieren.
Heute: Franz H.
Kurzprofil
Ich bin Franz H. und mache meine Ausbildung zum Gestalter für immersive Medien bei der
I-mmersive GmbH, während ich die Berufsschule am OSZKIM besuche. Mein Abschlussjahr ist 2026.
In meiner täglichen Arbeit konzentriere ich mich vor allem auf den 3D-Bereich und interaktive
Anwendungen. Dabei arbeite ich am liebsten mit Unity, Blender und Houdini und verbinde die
Software auch gerne mal mit spannender Hardware wie zum Beispiel einem Roboterarm.
Warum hast du dich für die Ausbildung Gestalter:in für immersive Medien entschieden?
Ich habe mich für die Ausbildung entschieden, weil sie die perfekte Kombination aus kreativem
Gestalten und modernster Technik ist. Ich wollte mit innovativer Hardware und Software
experimentieren und eigene immersive Welten erschaffen. Die Möglichkeit, ständig neue Trends zu
entdecken und direkt in spannenden Projekten anzuwenden, hat mich sofort begeistert.
Woran hast du während deiner Ausbildung am liebsten gearbeitet?
Am liebsten habe ich bisher an Projekten gearbeitet, bei denen ich Software und echte Hardware
miteinander verknüpfen konnte. Ein echtes Highlight war für mich ein Tic-Tac-Toe-Spiel: Wenn man
mit der Hand die Scheibe berührt hat, ist der Roboterarm über die Handerkennung genau dorthin
gefahren und hat den Spielzug live auf die Scheibe geplottet. Es ist einfach extrem cool zu sehen, wie
der eigene Code vom Bildschirm direkt in die reale Welt übertragen wird und so ein echtes, greifbares
Erlebnis entsteht.
Was war für dich die größte Herausforderung in der Ausbildung?
Für mich war die größte Herausforderung am Anfang, mich in die vielen verschiedenen
Software-Tools und Programmierlogiken gleichzeitig klarzukommen. Da die Ausbildung so vielseitig
ist, muss man extrem schnell lernen, wie man 3D-Design, Code und Technik miteinander verbindet. Es
hat anfangs echt Geduld gekostet, am Ball zu bleiben, bis die ersten eigenen Projekte dann fehlerfrei
liefen.
Was hat dich während der Ausbildung am meisten überrascht?
Am meisten hat mich überrascht, wie unglaublich vielseitig die Ausbildung ist. Ich dachte anfangs, es
geht hauptsächlich um VR und Gaming, aber immersive Medien werden mittlerweile fast überall
genutzt. In der Industrie übers Lernen bis hin zu Kunstprojekten. Außerdem hätte ich nicht gedacht,
wie schnell man hier lernt, echte Hardware anzusteuern, und wie viel Raum man bekommt, um mit
eigenen kreativen Ideen zu experimentieren.
Welche Fähigkeit oder welches Wissen nimmst du auf jeden Fall aus der Ausbildung mit?
Auf jeden Fall nehme ich die Fähigkeit mit, mich extrem schnell in neue, komplexe Technologien und
Softwaresysteme einzuarbeiten. Ich habe gelernt, wie man logisches Denken mit kreativer Gestaltung
verbindet und Probleme Schritt für Schritt löst.
Welchen Rat würdest du jemandem geben, der überlegt, diese Ausbildung zu machen?
Wenn du überlegst, diese Ausbildung zu machen, lautet mein Rat: Hab keine Angst davor, einfach
anzufangen und umzusetzen. Warte nicht auf die perfekte Idee, sondern bau direkt deinen ersten
Prototypen. Es geht am Anfang nur darum, das Konzept irgendwie zum Laufen zu bringen –
optimieren und verfeinern kannst du es später immer noch. Wenn du Lust hast, kreativ zu
experimentieren und deine Ideen ohne langes Zögern in die Realität umzusetzen, solltest du es
einfach durchziehen!
Quickfire
Lieblings Tool oder Software: Houdini wegen des prozeduralen, Node-basierten Modellierens
VR oder AR? VR, ich mag es, komplett neue Realitäten zu erschaffen.
Realistisch oder stilisiert? Stilisiert, abstrakt und surreal.
Vielen Dank an Franz für die Antworten.