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Sommerspecial: Die ersten GiMs im Porträt. Heute: Robin Zerner

Drei Jahre nach dem Start des neuen Ausbildungsberufs haben die ersten Gestalter:innen für immersive Medien ihre Ausbildung abgeschlossen. In den nächsten Wochen stellen wir einige von ihnen vor: ihre Projekte, ihre Erfahrungen und ihren Blick auf einen Beruf, der gerade erst beginnt, sich in der Praxis zu etablieren. Robin Zerner ist zwar erst im zweiten Lehrjahr, aber wir möchten ihn trtozdem vorstellen, weil er seine Ausbildung am TA Bildungszentrum in Hameldn macht. Das TA Bildungszentrum hat für dieses Jahr erneut eine GiM-Stelle ausgeschrieben. Besonders ist, dass diese GiMs auf die Berufliche Schule Farmsen in Hamburg gehen. 

Kurzprofil

Robin Zerner

TA Bildungszentrum

BS19 Berufliche Schule Farmsen

Abschlussjahr: 2027

Schwerpunkt: virtuelle Produktion

Warum hast du dich für die Ausbildung Gestalter:in für immersive Medien entschieden?

Ich habe schon lange viel mit Computern gearbeitet und hobbymäßig Videos erstellt und bearbeitet.  Deshalb bin ich zuerst in die Ausbildung Mediengestalter Bild/Ton gestartet.  In meinem Betrieb habe ich dann früh Aushilfsarbeiten an unserem neuen Standort „Online Campus“ übernommen, wo Dozenten in professionellen Greenscreen-Studios per Videokonferenz unterrichten.  Dort werden sie in virtuelle Studioumgebungen gesetzt, die mit der Unreal Engine laufen – genau diese Mischung aus Technik, Gestaltung und Live-Produktion hat mir extrem viel Spaß gemacht.  Als dann die neue Ausbildung „Gestalter für immersive Medien“ dazu kam, war der Wechsel für mich der logische Schritt, um mich noch stärker auf solche virtuelle Produktionen spezialisieren zu können.

Woran hast du während deiner Ausbildung am liebsten gearbeitet?

Ich habe sehr gern an den Schulprojekten gearbeitet – hätte ich vorher nie gedacht.  In jedem Schulblock hatten wir viel Zeit für ein großes Hauptprojekt, sodass man wirklich in die Tiefe gehen und ein durchdachtes Endprodukt entwickeln konnte, das dann sogar im eigenen Portfolio landen kann. Ein Projekt, das sich dabei überraschend als Favorit herausgestellt hat, war eine Animation zu Lernfeld 6: Wir sollten einen industriellen Montageroboter in Aktion animieren.  Vorher hatte ich noch nie mit 3D-Animation gearbeitet, der Einstieg war also ziemlich hart, aber sobald mein eigenes Animationsrig stand und ich meine Szene kreativ ausbauen konnte, habe ich gemerkt, wie belohnend diese Arbeit ist, wenn die technische Grundlage erst einmal sitzt.

Was war für dich die größte Herausforderung in der Ausbildung?

Die größte Herausforderung war für mich, dass ich der erste Azubi in dieser Ausbildung in meinem Betrieb bin. Das bedeutet zwar viele Freiheiten und die Chance, den Ausbildungsgang aktiv mitzugestalten, aber eben auch viel Eigeninitiative, Selbstdisziplin und Engagement, um so einen neuen Weg überhaupt erst zu ebnen.

Was hat dich während der Ausbildung am meisten überrascht?

Mich hat überrascht, dass Schule auf einmal wieder richtig Spaß machen kann. Wenn man einen Beruf lernt, der einem wirklich liegt, und die Schule die Inhalte interaktiv vermittelt, einem Freiheiten zum Ausprobieren gibt und kreative Arbeit fördert, fühlt sich das ganz anders an als der „normale“ Schulalltag, den ich von früher kenne. Auf einmal macht Lernen wieder richtig Spaß.

Welche Fähigkeit oder welches Wissen nimmst du auf jeden Fall aus der Ausbildung mit?

Ich habe gelernt, besser mit meinem eigenen Perfektionismus umzugehen. Früher sind bei mir viele private Projekte zu „Ideenleichen“ geworden, weil ich mich in Details verloren habe und nie fertig wurde. Durch die Projektarbeiten in Schule und Betrieb musste ich Deadlines einhalten, Prioritäten setzen und akzeptieren, dass ein gutes, fertiges Projekt oft besser ist als ein perfektes, nie abgeschlossenes.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der überlegt, diese Ausbildung zu machen?

Die Ausbildung ist nichts für jede Person – gerade weil sie noch neu ist und sich vieles noch einspielt. Man muss bereit sein, sich vieles selbst zu erarbeiten: darauf achten, dass man im Betrieb genug Ausbildungsinhalte mitbekommt, eigene Aufgaben anstoßen und Ideen einbringen. Eine Haltung nach dem Motto „Ich setz mich hin und warte, was kommt“ funktioniert aktuell nicht. Wenn man aber Lust hat, sich auszuprobieren, eigene Ideen umzusetzen und einen jungen Ausbildungsgang aktiv mitzugestalten, ist die Ausbildung zum Gestalter für immersive Medien genau das Richtige – ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.

8. Quickfire (kurze Antworten)

Lieblingstool oder Software: Blender

VR oder AR? VR

Realistisch oder stilisiert? Stilisiert

Vielen Dank an Robin für die Antworten

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