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Sommerspecial: Die ersten GiMs im Porträt:Monika Sobczynska

Drei Jahre nach dem Start des neuen Ausbildungsberufs haben die ersten Gestalter:innen für immersive Medien ihre Ausbildung abgeschlossen. In den nächsten Wochen stellen wir einige von ihnen vor: ihre Projekte, ihre Erfahrungen und ihren Blick auf einen Beruf, der gerade erst beginnt, sich in der Praxis zu etablieren.

Heute: Monika Sobczynska

Ausbildungsbetrieb – Hartkorn Gewürzmühle GmbH

Berufsschule – JWS Koblenz 

Abschlussjahr - 2026

Schwerpunkt deiner Arbeit – 3D Produktvisualisierung

Warum hast du dich für die Ausbildung Gestalter:in für immersive Medien entschieden?

Ich hatte vorher schon im Bereich 3D Game Art studiert und dadurch gemerkt, dass mich vor allem das Modellieren und Gestalten von digitalen Szenen interessiert. Eigentlich hatte ich mich zuerst als Mediengestalterin beworben. Im Bewerbungsprozess wurde mir dann die Ausbildung zur Gestalterin für immersive Medien vorgestellt und angeboten. Da der Beruf gut zu meinem Interesse an 3D und visueller Gestaltung gepasst hat, habe ich mich dafür entschieden.

Woran hast du während deiner Ausbildung am liebsten gearbeitet?

Am liebsten habe ich an den Mood Bildern für „Anders Würzen“ gearbeitet. Dabei habe ich 3D-Szenen aufgebaut und die Produkte ansprechend visualisiert. Besonders interessant war für mich die gestalterische Herausforderung, verschiedene Kompositionen zu entwickeln, die trotzdem alle denselben Look und eine ähnliche Wirkung hatten. 

Für mich war das Projekt besonders, weil ich schon im ersten Ausbildungsjahr Renderings für eine Kampagne erstellen durfte. Die Bilder waren also direkt für einen echten Einsatz geplant und wurden später auf Flyern, der Website und in weiteren Grafiken verwendet. Zu sehen, dass meine Arbeit so früh schon Teil eines größeren Projekts war, hat mir viel bedeutet.

Was war für dich die größte Herausforderung in der Ausbildung?

Die größte Herausforderung war für mich, Unreal Engine 5 für mein Abschlussprojekt zu lernen und meine Ideen technisch umzusetzen. Vor allem Blueprints und das Programmieren waren für mich am Anfang nicht leicht, weil ich zwar wusste, was ich umsetzen wollte, aber nicht immer direkt, wie ich es technisch lösen kann.

Ich musste viel ausprobieren, nach Lösungen suchen und teilweise auch meine Idee anpassen, wenn etwas nicht so funktioniert hat wie geplant. Dadurch habe ich aber viel gelernt, vor allem geduldig zu bleiben, Probleme Schritt für Schritt anzugehen und nicht direkt aufzugeben, wenn etwas nicht sofort klappt.

Was hat dich während der Ausbildung am meisten überrascht?

Am meisten überrascht hat mich, wie vielfältig dieser Beruf ist. Nicht jede Ausbildung ist gleich, weil jeder Betrieb andere Schwerpunkte setzt. Obwohl alle Azubis denselben Ausbildungsberuf lernen, arbeiten viele mit unterschiedlichen Tools, Techniken und Projekten. Dadurch merkt man schnell, wie breit der Bereich immersive Medien ist und dass man ständig bereit sein muss, Neues dazuzulernen.

Welche Fähigkeit oder welches Wissen nimmst du auf jeden Fall aus der Ausbildung mit?

Ich nehme auf jeden Fall mit, nicht zu schnell aufzugeben. In der Ausbildung habe ich gelernt, verschiedene Wege auszuprobieren, um am Ende zu dem Ergebnis zu kommen, das ich mir vorgestellt habe. Dabei musste ich auch aus meiner Komfortzone raus, neue Programme lernen, Fehler machen und Kritik annehmen und umsetzen. Das hat mir geholfen, meinen eigenen Anspruch besser einzuordnen und nicht jedes Ergebnis sofort zu streng zu bewerten. 

Gerade wenn man perfektionistisch ist, lernt man mit der Zeit, dass nicht alles beim ersten Versuch perfekt sein muss.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der überlegt, diese Ausbildung zu machen?

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, vorher privat schon mal Blender auszuprobieren und ein paar Tutorials zu machen. So merkt man schnell, ob einem 3D-Arbeit und digitales Gestalten überhaupt liegen.

Außerdem sollte einem bewusst sein, dass in der Ausbildung viel Zeit am PC dazugehört. Wer keine Lust hat, mehrere Stunden an einem Projekt zu sitzen, Dinge auszuprobieren und auch mal länger nach Fehlern zu suchen, wird damit wahrscheinlich eher Schwierigkeiten haben.

Wichtig ist auch, sich vorher die Betriebe gut anzuschauen, weil jeder Betrieb andere Schwerpunkte hat. Manche arbeiten mehr mit 3D, andere eher mit VR, AR, Animation, Film oder interaktiven Anwendungen. Deshalb lohnt es sich, vorher zu überlegen, welcher Bereich einen wirklich interessiert und welcher Betrieb dazu passt.

8. Quickfire (kurze Antworten)

Lieblingstool oder Software: blender

VR oder AR? AR

Realistisch oder stilisiert? Stilisiert 

Vielen Dank an Monika für die Antworten.

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