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ToolTipp: Gamification in der GiM-Ausbildung: mit spielerischen Impulsen kreativ arbeiten, strukturiert lernen

Am 20. August startet in Köln die gamescom: das weltweit größte Gaming-Event und eines der zentralen Netzwerk-Treffen der Branche. Ein perfekter Anlass, um über Gamification zu sprechen. 

Die Ausbildung zur Gestalterin oder zum Gestalter für immersive Medien ist per se kreativ und lebendig. Viele Inhalte sind interaktiv,  die Auszubildenden arbeiten mit Game-Engines, 3D-Welten und Storytelling. Doch auch in einem solchen Umfeld gibt es Aufgaben, die weniger begeistern. Berichtshefte, Datenstrukturierung oder theoretische Grundlagen gehören nun mal dazu.

Gamification kann helfen, solche Themen zugänglicher zu machen, nicht durch Spielerei, sondern durch kluge Gestaltung von Lernprozessen. Gleichzeitig ist es für Azubis hilfreich, die Prinzipien der Gamification selbst zu verstehen. Denn sie entwickeln Anwendungen, in denen genau solche Mechanismen eine Rolle spielen können: etwa in Bildungsprojekten, VR-Trainings oder interaktiven Ausstellungen.

Was meint Gamification eigentlich?

Gamification bedeutet, spieltypische Elemente wie Punkte, Level, Abzeichen oder Aufgabenstrukturen in andere Kontexte zu übertragen. Ziel ist es, Motivation zu fördern, Orientierung zu geben und Lernfortschritte sichtbar zu machen – sei es im Unterricht, im Betrieb oder in selbst entwickelten Anwendungen.

Und was bringt das in der Ausbildung?

Auch wenn viele Inhalte kreativ sind, gibt es in der Ausbildung Bereiche, in denen eine klare Struktur oder kleine Motivationshilfen hilfreich sein können:

Berichtsheft:
Statt bloß „ausfüllen“ könnte daraus eine kleine Mission werden: Dokumentiere dein erstes XR-Projekt mit Fokus auf die Zielgruppe – und sichere dir das Abzeichen „Projekt-Scout“.

Datenablage:
Ein Levelsystem für sauber strukturierte Projektordner motiviert dazu, systematisch zu arbeiten und eigene Standards zu entwickeln.

Theorieinhalte:
Formate wie Kahoot oder Quizizz lassen sich nutzen, um rechtliche Grundlagen oder technische Begriffe aufzulockern – etwa als wöchentliche Mini-Challenge.

Was geht auch ohne Bildschirm?

Gerade weil GiM-Azubis viel digital arbeiten, kann es erfrischend sein, Lernimpulse analog umzusetzen:

Idee Beispiel
Kartenbasierte Aufgaben Formate erkennen, typische Fehler finden
Wöchentlicher Report-Rush Wer dokumentiert korrekt und vollständig?
Datenstruktur als Wettbewerb Wer legt die sauberste Projektstruktur an?
Feedback mit Zielscheibe Rückmeldung geben als Wurfspiel oder Bewegungsformat

Diese Formen bringen Bewegung in den Arbeitsalltag und stärken gleichzeitig Teamarbeit und Austausch.

Gamification als Gestaltungsidee in Projekten

Viele der Prinzipien lassen sich nicht nur auf die Ausbildung selbst anwenden, sondern auch auf die Projektarbeit. Wer etwa ein Lernspiel, eine Anwendung für kulturelle Bildung oder ein Training entwickelt, kann Gamification gezielt einsetzen:

Prinzip Anwendung
Fortschritt sichtbar machen Lernpfade oder freischaltbare Inhalte
Belohnungen setzen Feedback durch Animation oder Sound
Aufgaben strukturieren Inhalte als Quests oder Szenarien aufbauen
Nutzer:innen Orientierung geben Farbcodes, Symbole, gezielte Hinweise
Freiraum für eigene Wege Rückschritte erlauben, Scheitern einbauen

Wer diese Mechanismen kennt, kann sie bewusst gestalten – nicht zur Unterhaltung, sondern um Nutzer:innen zu aktivieren, zu leiten und zu motivieren.

Was lernen Azubis durch Gamification?

Lernaspekt Möglicher Lerneffekt
Systemisches Denken Komplexe Abläufe strukturieren
Nutzerzentrierung Motivation und Verhalten verstehen
Gestaltung mit Feedback Rückmeldung als aktives Element einbauen
Zielgruppenarbeit Inhalte differenziert aufbereiten

Fazit

Gamification ist kein Selbstzweck. Aber sie kann dort sinnvoll eingesetzt werden, wo Lernmotivation nachlässt, Inhalte Struktur brauchen oder Projekte mehr Klarheit in der Nutzerführung vertragen. Für Ausbilderinnen und Ausbilder ist es eine Möglichkeit, auch anspruchslose Themen etwas attraktiver zu gestalten. Für Azubis ist es eine Kompetenz, die sie sowohl in der eigenen Ausbildung als auch in ihrer späteren Berufspraxis nutzen können.

 

Siehe zu Gamification auch Leando-Game: https://leando.de/artikel/testen-sie-das-leando-game

 

Nutzt Ihr Gamification in der Ausbildung?

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