Christiane Reuter hat sich im BIBB viele Jahre lang um die Berufe der Textilwirtschaft gekümmert.
Stellt die Nachwuchsgewinnung ein Problem dar?
Das A und O sind gut ausgebildete Fachkräfte. Der Fachkräftemangel ist in der Textilindustrie jedoch ähnlich groß wie in anderen Branchen. Eine Besonderheit ist dabei, dass die Textilindustrie nach wie vor unter einem schlechten Image leidet. Viele Leute denken etwa immer noch, dass die Produktionsstätten laut und dreckig sind. Ein Bild, das nicht der Realität entspricht.
Welche Argumente sprechen für eine Ausbildung in Textilberufen?
Es ist eine kleine und feine Branche mit spannenden Berufsbildern, die sehr gute Perspektiven bietet. Wenn man in diesem Bereich ausgebildet wird, hat man sehr gute Übernahmechancen. Die Betriebe selbst sind bei der Suche nach Auszubildenden auch sehr rührselig. Sie bieten Praktika an und gehen auf Messen oder in Schulen. Viel lebt hier von Mund-zu-Mund-Propaganda. Gleichzeitig hat man unter anderem mit der Webseite go-textile, die auf eine Initiative des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie zurückgeht, ein modernes Angebot geschaffen, das die Karrierechancen in der Textilindustrie gebündelt darstellt.






