Was und wie wird bewertet?
Beim auftragsbezogenen Fachgespräch werden das methodische Vorgehen des Prüflings, dessen Lösungswege und/oder das Verständnis für Hintergründe und Zusammenhänge bewertet – stets im Hinblick auf die zuvor durchgeführte Aufgabe. Dazu eignen sich folgende Beispielfragen:
Fragen zur Information und Arbeitsplanung:
- Können Sie die Reihenfolge Ihrer Arbeitsschritte begründen?
- Welche Abstimmungen mussten getroffen werden?
Fragen zur Durchführung:
- Wie begründen Sie den Einsatz Ihrer Arbeitsmittel und Verfahren?
- Welche Alternativen hätte es dazu gegeben?
Fragen zur Kontrolle:
- Wie haben Sie die Qualität Ihrer Arbeit überprüft?
- Was würden Sie aus jetziger Sicht anders machen und warum?
Doch wie wird der unmittelbare Eindruck zu den Antworten des Prüflings auf diese Fragen festgehalten und schließlich bewertet? Eine Gesamtbeurteilung nach Prüfungsende auf „Gedächtnisbasis“ ist nicht vorgesehen und auch nichts rechtens. Sondern: Im Regelfall fertigt der Prüfungsausschuss bzw. die Prüferdelegation zur Dokumentation eine Niederschrift an. Auch werden vorbereitend Bewertungsbögen samt Bewertungskriterien erstellt. Bei der Entwicklung der Bewertungsbögen sollte sich der Ausschuss auch über die Gewichtung in Bezug auf die einzelnen Kriterien verständigen. Zusätzlich empfiehlt es sich, festzuhalten, welches beobachtbare Verhalten geeignet ist, die Kriterien zu bewerten. Vorlagen werden häufig durch die zuständigen Stellen zur Verfügung gestellt.
Während der Prüfungssituation nutzt der Prüfungsausschuss bzw. die Prüferdelegation einen Bewertungsbogen, um sich Notizen zum Gesprächsverlauf, zu Leistungen und Fehlern machen zu können.