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Rahmenlehrpläne (RLP)
10. Juni 2026

Rahmenlehrpläne bilden die verbindliche Grundlage für die Lernziele und –inhalte des berufsbezogenen Berufsschulunterrichts bundesweit.
Sie werden durch die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) beschlossen und in den jeweiligen Bundesländern durch die Ausarbeitung eigener Lehrpläne umgesetzt.
Rahmenlehrpläne geben den Rahmen für den berufsbezogenen Teil des Berufsschulunterrichts vor und lassen inhaltlichen und zeitlichen Spielraum bei der konkreten Ausgestaltung.
So soll einerseits ein allgemeiner Standard in der schulischen Ausbildung gewährleistet und andererseits den unterschiedlichen Bedürfnissen und Strukturen der Berufsschulen in den verschiedenen Bundesländern Rechnung getragen werden.
Beispiel
In der Anlage zur Verordnung über die Berufsausbildung zum Mechatroniker und zur Mechatronikerin (29. Juli 2011) finden Sie ab Seite 4 ein Beispiel für einen Ausbildungsrahmenplan:
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Mechatroniker/zur Mechatronikerin
Die Rahmenlehrpläne legen die Grundlagen für den berufsbezogenen Teil des Berufsschulunterrichts fest und ermöglichen den Lehrkräften Freiheiten bei der konkreten Ausgestaltung in Bezug auf Inhalt und Zeit. Die Entscheidungen über die Lehrpläne werden von der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) getroffen und in den einzelnen Bundesländern durch die Erstellung eigener Lehrpläne umgesetzt.
Es gibt keine allgemein gültige, einheitliche Definition des Kompetenzbegriffs. In der berufs- und wirtschaftspädagogischen Tradition wird Kompetenz als umfassende berufliche Handlungsfähigkeit betrachtet1.
In der Berufsbildung nimmt das Konzept der beruflichen Handlungskompetenz eine zentrale Stellung ein. Der Deutsche Bildungsrat hat berufliche Kompetenzen 1974 - in Abgrenzung zu Qualifikationen - als „Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wissensbestände und Einstellungen, die das umfassende fachliche und soziale Handeln des Einzelnen in einer berufsförmig organisierten Arbeit ermöglichen“ definiert2.
Die Erlangung von Handlungskompetenz ist zudem das Leitziel der schulischen Berufsausbildung im dualen System. In den Rahmenlehrplänen für den Berufsschulunterricht wird berufliche Handlungskompetenz von der Kultusministerkonferenz definiert als "die Bereitschaft und Befähigung des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten"3.
Die berufliche Handlungskompetenz wird als normatives Konzept üblicherweise untergliedert in
• Fachkompetenz
• Sozialkompetenz
• Selbstkompetenz4
Laut Arnold und Steinbach (1998) gibt es folgende Kompetenzbereiche:
• Fachkompetenz,
• Sozialkompetenz,
• Personalkompetenz
• Methodenkompetenz5
Weitere Informationen
https://www.bibb.de/de/8570.php
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[1] Vgl. Dehnbostel, Peter (Waxman).: Lernen im Prozess der Arbeit. Studienreihe Bildungs- und Wissenschaftsmanagement. S. 33 f., Münster, NewYork, München, Berlin 2007
[2] Deutscher Bildungsrat (DBR, Hrsg.): Zur Neuordnung der Sekundarstufe II. Konzept für eine Verbindung von allgemeinem und beruflichem Lernen. verabschiedet auf der 38. Sitzung der Bildungskommission am 13./14. Februar 1974 in Bonn. 1. Aufl. Stuttgart 1974, S. 49
[3] Kultusministerkonferenz: Handreichung für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen der Kultusministerkonferenz für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule und ihre Abstimmung mit Ausbildungsordnungen des Bundes für anerkannte Ausbildungsberufe, S. 32, [online], https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2021/2021_06_17-GEP-Handreichung.pdf, abgerufen am 02.05.2024
[4] BIBB: Definition Kompetenzbegriff [online], https://www.bibb.de/de/8570.php, abgerufen am 02.05.2024
[5] Arnold, Rolf; Steinbach, Silke: Auf dem Weg zur Kompetenzentwicklung? Rekonstruktionen und Reflexionen zu einem Wandel der Begriffe. In: Markert, Werner (Hrsg.): Berufs- und Erwachsenenbildung zwischen Markt und Subjektbildung. Baltmannsweiler 1998, S. 22–32
https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprent…Die Umsetzungshilfe unterstützt alle an der Ausbildung Beteiligten bei der Planung und Durchführung der Ausbildung. Sie erläutert die Ausbildungsordnung, den Ausbildungsrahmenplan sowie den Rahmenlehrplan für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule