Zweiter Rekordanstieg in Folge bei tariflichen Ausbildungsvergütungen
11. Februar 2026
Der Anstieg war prozentual noch höher als im Vorjahr (6,3 Prozent). Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben erhielten 2025 im Monatsdurchschnitt über alle Lehrjahre hinweg 1.209 Euro brutto. Das waren 76 Euro mehr als 2024. Dank der kräftigen Erhöhungen in den letzten beiden Jahren konnten die realen Kaufkraftverluste, die besonders zwischen 2021 und 2023 entstanden waren, weitgehend wieder aufgeholt werden.
Zwischen den verschiedenen Ausbildungsbereichen zeigen sich nach wie vor deutliche Unterschiede. Über dem bundesweiten Durchschnitt lagen 2025 vor allem:
- Öffentlicher Dienst: 1.329 €
- Hauswirtschaft: 1.295 €
- Industrie und Handel: 1.266 €
In diesen Bereichen fielen auch die prozentualen Steigerungen überdurchschnittlich hoch aus, so z. B. im öffentlichen Dienst +7,7 %, in Industrie und Handel +7,2 %. Deutlich darunter lagen dagegen die Vergütungen in der Landwirtschaft (1.188 €), bei den freien Berufen (1.098 €) und im Handwerk (1.093 €). Besonders groß ist der Abstand zwischen Spitze und Schlusslicht: Auszubildende im öffentlichen Dienst bekamen im Schnitt fast 22 % mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen im Handwerk.
Bei den Bundesländern führt weiterhin Baden-Württemberg mit durchschnittlich 1.257 Euro die Liste an, gefolgt von Hamburg mit 1.224 €. Am unteren Ende liegen Rheinland-Pfalz (1.186 €) und Nordrhein-Westfalen (1.185 €). Mit Ausnahme von Baden-Württemberg halten sich die Unterschiede zwischen den Ländern jedoch in Grenzen: Sie bewegen sich meist innerhalb eines Korridors von etwa 40 Euro bzw. maximal drei Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung des BIBB vom 05.02.2026)
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie im Webangebot des BIBB unter www.bibb.de/de/pressemitteilung_218108.php.

Höchster Anstieg der tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1992
<p>Die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 6,3 Prozent gestiegen – der höchste prozentuale Anstieg seit Beginn der Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im wiedervereinigten Deutschland im Jahr 1992.</p>

Unterschiede bei Ausbildungsvergütungen sind deutlich gesunken
<p>Von 2020 bis 2023 haben sich die Unterschiede in den vertraglich festgelegten Ausbildungsvergütungen erheblich reduziert – sowohl zwischen verschiedenen Ausbildungsbereichen und Regionen als auch innerhalb einzelner Berufe. Dies belegt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das seit 2020 die vertraglich vereinbarten Ausbildungsvergütungen für alle nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) geregelten Ausbildungsverhältnisse erfasst.</p>

Über 75 Prozent der arbeitslosen Jugendlichen haben keinen Berufsabschluss
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