Die Arbeitsaufgabe kann für einen Prüfungsbereich als einziges Prüfungsinstrument vorgesehen sein. Dann führt der Prüfling die Arbeitsaufgabe durch, während Mitglieder des Prüfungsausschusses beobachten, wie er dabei vorgeht und ihre Beobachtungen protokollieren. In den oben aufgeführten Beispielen geht die Arbeitsaufgabe mit anderen Prüfungsinstrumenten einher.
So dokumentiert etwa der Prüfling bei den Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-innen seinen Arbeitsprozess mit praxisüblichen Unterlagen. Während er die Aufgabe durchführt, spricht ein Prüfungsausschussmitglied mit ihm über seine Vorgehensweise oder die Arbeitsschritte (situatives Fachgespräch).
Zur Dokumentation könnten in diesem Fall Zeichnungen und Maßskizzen gehören, Arbeitspläne und Zeitvorgaben, Prüfprotokolle, Fotodokumentation mit Arbeitsschritten oder -ergebnissen. Anhand der Dokumentation können Prüfer und Prüferinnen zum Beispiel Arbeitsentscheidungen besser verstehen oder beurteilen, ob der Prüfling seine Arbeit durchdacht hat.
Das situative Fachgespräch bezieht sich auf Situationen während der Durchführung der Arbeitsaufgabe – es können Fragen zu jeder Phase der Arbeitsaufgabe gestellt werden. Mögliche Fragen wären: Können Sie die Reihenfolge Ihrer Arbeitsschritte begründen? Mit welchen Methoden hätten Sie den Schaden auch beheben können? Oder: Wie überprüfen Sie die Qualität der Schweißnähte? (Siehe auch: Was ist ein Fachgespräch?)