Direkt zum Inhalt

Standardberufsbildpositionen in Prüfungen: Wie lässt sich Nachhaltigkeit prüfen?

14. Oktober 2026

Standardberufsbildpositionen beschreiben berufsübergreifende Kompetenzen, die Auszubildende während der gesamten Ausbildung erwerben sollen. Sie sind verbindlicher Bestandteil aller Ausbildungsordnungen, die seit August 2021 modernisiert wurden. Für alle anderen sind sie ebenfalls empfohlen. Zu den Standardberufsbildpositionen gehört auch die Position „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“. Für die Prüfungspraxis stellt sich die Frage: Wie können solche berufsübergreifenden Inhalte praxisnah und nachvollziehbar geprüft werden?

Standardberufsbildpositionen in Prüfungen

Standardberufsbildpositionen (SBBP) beschreiben berufsübergreifende Kompetenzen, die über die gesamte Ausbildungszeit vermittelt werden sollen und auch Gegenstand von Prüfungen sind. Doch wie können die Inhalte in Prüfungen sinnvoll berücksichtigt werden? Dafür müssen sie je nach Beruf konkretisiert werden. 

Am Beispiel der Position „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ zeigt sich: Die SBBP ist zwar berufsübergreifend formuliert, aber in einem technischen Beruf können andere Nachhaltigkeitsaspekte relevant sein als in einem kaufmännischen Beruf, im Handwerk andere als in einem Dienstleistungsberuf. Die entsprechenden Kompetenzen sind in den Prüfungsanforderungen in modernisierten Ausbildungsordnungen beschrieben. Die Aufgabe von Aufgabenerstellenden und Prüfungsausschüssen besteht darin, diese auf konkrete berufliche Handlungen zu beziehen. Und darauf aufbauend stehen sie vor der komplexen Aufgabe, ökologische, ökonomische und soziale Kompetenzen in den Abschlussprüfungen messbar, objektiv und rechtssicher abzubilden.

Das Kunststück ist, Nachhaltigkeit berufsspezifisch integriert abzubilden. Auch diese Aufgaben und ihre Lösungen müssen justiziabel und nachvollziehbar sein.“

Dr. Wolfgang Vogel, zentrale Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen (AkA)

Integrativ prüfen: Was heißt das eigentlich?

Die SBBP sollen integrativ vermittelt und geprüft werden. Integrativ bedeutet, sie als Teil beruflicher Handlungssituationen zu prüfen. Bei der Position „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ geht es darum, dass der Nachhaltigkeitsbezug fachlich plausibel aus der beruflichen Situation hervorgeht und nicht darum, am Ende einer Prüfungsaufgabe noch eine allgemeine Zusatzfrage zu Nachhaltigkeit zu stellen.

Berufsnah ist etwa eine Aufgabe, in der Prüflinge eine konkrete Situation analysieren und entscheiden müssen, wie Materialien, Arbeitsmittel, Entsorgungswege oder Prozessschritte unter Nachhaltigkeits- und Umweltschutzaspekten ausgewählt werden.

Für Prüferinnen und Prüfer sowie für Aufgabenerstellende ist daher eine Frage besonders hilfreich: 

Kann der Prüfling in einer beruflichen Situation nachhaltigkeitsrelevante Aspekte erkennen, fachlich angemessen umsetzen und sein Vorgehen begründen?

Wie kommen Nachhaltigkeitsaspekte eigentlich in die Prüfungsanforderungen?

Markus Bretschneider (BIBB):

Will man nachhaltigkeitsbezogene Inhalte zum Gegenstand von Prüfungen machen, müssen diese zunächst in den Ausbildungsinhalten berücksichtigt werden. Über die feststehenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Standardberufsbildposition (SBBP) „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ hinaus lassen sich berufsspezifische Aspekte mit Hilfe eines Themen- und Kompetenzrasters für Nachhaltigkeit systematisch entwickeln. Es entstand im Modellversuchs-Förderschwerpunkt „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) 2015–2019“ und wurde auf die Erarbeitung betrieblicher Ausbildungsrahmenpläne zugeschnitten. 

Auf Grundlage stichpunktartiger Hinweise der Sachverständigen eines Neuordnungsverfahrens lassen sich relevante nachhaltigkeitsbezogene Aspekte identifizieren. Die daraus entwickelten Vorschläge für berufsspezifische Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten werden mit den Sachverständigen – als Experten und Expertinnen für den jeweiligen Ausbildungsberuf – abgestimmt. So entsteht ein berufsspezifisches Set an Nachhaltigkeitsaspekten, das am Beispiel des anerkannten Ausbildungsberufes Florist/-in im Downloadbereich am Ende dieses Artikels veranschaulicht wird.

Diese Inhalte lassen sich zugleich für die Erstellung von Prüfungsaufgaben nutzen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass Nachhaltigkeit in Prüfungsanforderungen häufig stark abstrahiert verwendet wird, etwa beschränkt auf Formulierungen wie ‚Maßnahmen zur Nachhaltigkeit umzusetzen'. Die differenzierte Erarbeitung nachhaltigkeitsrelevanter Aspekte eröffnet bei der Prüfungsaufgabenerstellung die Möglichkeit, deren Multidimensionalität auch in der Ausgestaltung von Prüfungsaufgaben zu berücksichtigen.
 

„Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ in schriftlichen Prüfungsaufgaben

Schriftlich kann Nachhaltigkeit anstelle einer reinen Wissensfrage beispielsweise über eine konkrete Situation aus einem Betrieb geprüft werden. Ist eine SBBP wie „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ in der Ausbildungsordnung verankert, muss sie auch bei der Konkretisierung der Prüfungsinhalte berücksichtigt werden.

Eine Herausforderung besteht darin, dass Nachhaltigkeit sowohl ausdrücklich als auch implizit in einer Prüfungsaufgabe vorkommen kann. Gerade bei impliziten Bezügen muss die Aufgabenstellung so eindeutig formuliert sein, dass für die Prüflinge klar erkennbar ist, welche berufliche Leistung erwartet wird. Gleichzeitig müssen Aufgabenerstellende darauf achten, dass der Nachhaltigkeitsbezug fachlich begründet und für den jeweiligen Beruf tatsächlich relevant ist.

Ein möglicher Ansatz ist, Nachhaltigkeit zum roten Faden einer vollständigen Prüfungsaufgabe zu machen. Damit kann eine handlungsorientierte Aufgabe gestellt werden. Ein Beispiel aus der Praxis ist der Beruf Gestalter/-in für immersive Medien: „Eine schriftliche Prüfungsaufgabe könnte sich beispielsweise mit der nachhaltigen Nutzung von KI bei der Erstellung virtueller Welten beschäftigen“ beschreibt Thomas Hagenhofer vom Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA), welcher die schriftlichen Prüfungsaufgaben für diesen Beruf erstellt. Er beschreibt das Vorgehen zur Entwicklung einer nachhaltigkeitsbezogenen Prüfungsaufgabe anhand von drei Teilaufgaben.

Ausgangspunkt ist eine realistische Situation aus dem Ausbildungsbetrieb. Nach einer kurzen Einführung könnten die Prüflinge zunächst die mit der Situation verbundenen Nachhaltigkeitsprobleme erkennen und beschreiben. Dazu gehört beispielsweise der Ressourcenverbrauch durch den KI-Einsatz. Allgemeiner ausgedrückt bezieht sich die erste Teilaufgabe auf die Frage:

1. Welche Nachhaltigkeitsaspekte sind in der betrieblichen Situation relevant?

Im nächsten Schritt könnten konkrete und praxisnahe Lösungen von den Prüflingen abgefragt werden. Sie könnten beispielsweise erläutern, wie KI gezielt und ressourcenschonend eingesetzt werden kann, wann der Einsatz eines KI-Systems sinnvoll ist oder welche Kriterien bei der Auswahl eines geeigneten Large Language Models (LLM) berücksichtigt werden sollten. Allgemeiner ausgedrückt bezieht sich die zweite Teilaufgabe auf die Frage: 

2. Welche konkreten Maßnahmen können die Auswirkungen verringern?

Abschließend beurteilen die Prüflinge ihre vorgeschlagenen Lösungen anhand vorgegebener Kriterien, zum Beispiel Wirksamkeit, Aufwand bzw. Kosten und Dauerhaftigkeit. Allgemeiner ausgedrückt bezieht sich die dritte Teilaufgabe auf die Frage:

3. Wie wirksam, wirtschaftlich und dauerhaft sind die vorgeschlagenen Maßnahmen?

Für die Bewertung beschreibt Thomas Hagenhofer weiter: „Bewertungsgrundlage ist immer die Praxis in den Ausbildungsbetrieben. Dabei ist der allgemeine Standard der Branche anzulegen, also das, was in der Praxis auch wirklich angewendet wird oder angewendet werden kann.“

Was bedeutet das für die Aufgabenerstellung?

Für die Erstellung von Prüfungsaufgaben sind die Prüfungsanforderungen in der Ausbildungsordnung eines Berufs der Ausgangspunkt.

Wie kommt die schriftliche Aufgabe in die Prüfung?

Bei den bundeseinheitlichen kaufmännischen IHK-Prüfungen sind die AkA-Fachausschüsse das zentrale Element der schriftlichen Prüfungsaufgabenerstellung. Sie sind paritätisch besetzt und setzen sich insbesondere nach einer Neuordnung eines Ausbildungsberufs mit der Frage auseinander, welche Inhalte künftig geprüft werden sollen. Grundlage dafür ist die jeweilige Ausbildungsordnung beziehungsweise der Ausbildungsrahmenplan. Auf dieser Basis wird der Prüfungskatalog entwickelt.

Leando | Wie kommt die Aufgabe in die Prüfung?

Die AkA geht bei der Erstellung von schriftlichen Prüfungsaufgaben folgendermaßen vor:

  1. Inhalte identifizieren: AkA-Fachausschüsse prüfen, welche Inhalte der SBBP im konkreten Beruf bedeutsam sind. In vielen modernisierten Ausbildungsordnungen sind diese bereits konkret aufgenommen. Auf Basis u.a. des jeweiligen Ausbildungsrahmenplans wird ein Prüfungskatalog entwickelt. Er konkretisiert die Inhalte, die für die schriftliche Prüfung relevant sind, und bildet anschließend eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der konkreten Prüfungsaufgaben.
  2. Inhalte in konkrete berufliche Aufgaben übersetzen: Die identifizierten Inhalte werden nicht isoliert abgefragt, sondern in realitätsnahe, berufliche Handlungssituationen eingebettet. Demnach müssen die Prüfungsaufgaben selbst bereits nachhaltigkeitsbezogene Aspekte betreffen. Eine Aufgabe kann zum Beispiel relevante ökologische, ökonomische und soziale Informationen, ein Entscheidungsproblem und einen Entscheidungsspielraum enthalten. Dadurch wird deutlich, welche berufliche Leistung vom Prüfling erwartet wird.
  3. Erwartungshorizonte definieren: Zu jeder Prüfungsaufgabe sollte festgelegt werden, woran eine angemessene Leistung erkennbar und bewertbar ist. Wichtig ist, dass die Kriterien messbar und vorher konkret definiert sind, sodass z. B. Zielkonflikte eindeutig aufgelöst werden können. Nur dann kann die Leistung nachvollziehbar bewertet werden.

Wie können Prüferinnen und Prüfer Nachhaltigkeit objektiv bewerten?

Gerade bei offenen schriftlichen Prüfungsaufgaben stellt sich die Frage, wie Nachhaltigkeit objektiv und nachvollziehbar bewertet werden kann. Bei gebundenen Aufgaben ist die Bewertung vergleichsweise eindeutig, weil eine oder mehrere richtige Lösungen festgelegt werden können. Bei ungebundenen Aufgaben gibt es dagegen häufig nicht nur eine mögliche richtige Antwort. Hier arbeiten Aufgabenerstellende mit einem Erwartungshorizont, in dem mögliche Antworten beziehungsweise fachlich angemessene Lösungen und die dafür relevanten Bewertungskriterien festgelegt werden.

Dabei kann es vorkommen, dass ein Prüfling eine Lösung nennt, die in seinem Ausbildungsbetrieb üblich ist, während in anderen Betrieben anders vorgegangen wird. Für die Bewertung ist deshalb der jeweilige berufliche Kontext entscheidend. Maßstab sollte sein, ob die vorgeschlagene Lösung fachlich angemessen ist und dem allgemeinen Standard der Branche entspricht beziehungsweise in der beruflichen Praxis angewendet werden kann.

Für die Aufgabenerstellung bedeutet das: Prüferinnen und Prüfer benötigen ein ausreichendes Verständnis auch dafür, welche Nachhaltigkeitsaspekte im jeweiligen Beruf relevant sind und wie diese in Aufgaben und Erwartungshorizonte übersetzt werden können. Die AkA weist deshalb darauf hin, dass auch die Fachausschüsse entsprechende Nachhaltigkeitskompetenzen benötigen, um Prüfungsaufgaben und Erwartungshorizonte fachlich angemessen entwickeln zu können.

„Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ in mündlichen Prüfungsaufgaben

Auch in mündlichen Prüfungen lässt sich die SBBP „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ integrieren und prüfen. Dazu eignen sich zum Beispiel Fachgespräche und Gesprächssimulationen.

Seit der Neuordnung der Ausbildung der Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen im Jahr 2022 ist Nachhaltigkeit konkret in den Prüfungsanforderungen in der Ausbildungsordnung aufgeführt. Im fallbezogenen Fachgespräch im Prüfungsbereich “Projektbezogene Prozesse in der Versicherungswirtschaft” wird Nachhaltigkeit in der Ausbildungsordnung gefordert und entsprechend im Beobachtungs- und Bewertungsbogen genannt. Prüferinnen und Prüfer achten darauf,

  • ob der Prüfling wirtschaftliche, ökologische und rechtliche (soziale) Aspekte bei der Entwicklung und Auswahl von unterschiedlichen Lösungswegen berücksichtigt
  • ob Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Nachhaltigkeitsbereichen erkannt werden,
  • ob mögliche Zielkonflikte erklärt werden und
  • ob Ergebnisse der Aufgabenbearbeitung, insbesondere hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit erklärt und bewertet werden können.

Auch die Gesprächssimulation in Form des Kundengesprächs im Prüfungsbereich “Kommunikation und Handeln im Kundenkontakt” bietet viele Möglichkeiten, Aspekte der Nachhaltigkeit zu prüfen. Je nach Fallvorgabe und der daraus entstehenden Gesprächssituation können Prüflinge den Kundinnen und Kunden nachhaltige bedarfsgerechte Lösungsvorschläge (z. B. Versicherungs- und Finanzprodukte mit Nachhaltigkeitsaspekten) anbieten.

Der Prüfling wählt eine von zwei Fallvorgaben für das Kundengespräch aus. Diese kann gezielt Aspekte der Nachhaltigkeit beinhalten, die er aufgreifen kann.

Simone Gutmann vom Projekt "Nachhaltigkeit in Versicherungs- und Beratungsberufen (NaVeBb)“ beschreibt:

„Eine wichtige Rolle spielt dabei die Prüferin bzw. der Prüfer, die den Kunden bzw. die Kundin simuliert. Durch gezielte Nachfragen oder Impulse kann sie/er nachhaltigkeitsrelevante Themen in das Gespräch einbringen und der zu prüfenden Person die Möglichkeit geben, ihr Wissen und ihre Beratungskompetenz im Bereich Nachhaltigkeit zu zeigen. So wird Nachhaltigkeit nicht isoliert abgefragt, sondern als Bestandteil einer realitätsnahen Beratungssituation sichtbar.“ 

Ob Nachhaltigkeit geprüft werden kann, hängt aber auch von der gewählten Prüfungsaufgabe ab. Deshalb sollten Aufgaben so gestaltet sein, dass sich Nachhaltigkeitsaspekte sinnvoll und realistisch in das Gespräch einbauen lassen.

„Bewertet wird nicht die Anzahl der genannten Nachhaltigkeitsaspekte, sondern deren fachliche Relevanz, die sachgerechte Einbindung in das Beratungsgespräch sowie die Qualität der Beratung“ sagen Dorothea Schneider und Simone Gutmann vom Projekt NaVeBb.

NaVeBb – ein Projekt für Nachhaltigkeit in der Ausbildung

Das Projekt NaVeBb – Nachhaltigkeit in Versicherungs- und Beratungsberufen – richtet sich mit kostenfreien Bildungsangeboten an Ausbilder/-innen, Prüfer/-innen sowie alle Fachkräfte der Versicherungsbranche, die ihre Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit gezielt erweitern und vertiefen möchten.

Interview mit dem Projekt NaVeBb - "Umweltschutz und Nachhaltigkeit gehen hier weit über die Standardberufsbildposition hinaus"

Lernmodul: Baustein 3 - Nachhaltigkeit in den mündlichen Prüfungen der Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen

Kostenfreie Angebote zur Nachhaltigkeit - BWV Bildungsverband

Auf einen Blick

  • Die SBBP „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ ist verbindlicher Bestandteil moderner Ausbildungsordnungen.
  • Nachhaltigkeit sollte in Prüfungen dort sichtbar werden, wo sie Teil guter beruflicher Praxis ist.

Für Prüferinnen und Prüfer sowie Aufgabenerstellende sind drei Punkte besonders wichtig:

  1. Welche Nachhaltigkeitsaspekte spielen im jeweiligen Ausbildungsberuf tatsächlich eine Rolle?
  2. Kann der Prüfling Nachhaltigkeitsaspekte erkennen, geeignete Lösungen entwickeln und Entscheidungen fachlich begründen?
  3. Sind die erwarteten Leistungen und Bewertungskriterien so konkret beschrieben, dass unterschiedliche, fachlich angemessene Lösungen objektiv bewertet werden können?
Empfohlene Inhalte

Die Standardberufsbildpositionen (SBBP) beschreiben berufsübergreifend geltende Ausbildungsinhalte zu den vier Bereichen 

Die SBBP vermitteln Grundlagen, die die Auszubildenden auf ein modernes Arbeitsleben vorbereiten. Sie fördern das Bewusstsein für Rechte und Pflichten im Betrieb sowie für die Bedeutung von Prävention und Weiterbildung. Somit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Demokratie. 

Sie sind auch Gegenstand der Prüfungen.

Weitere Informationen:

Hauptausschussempfehlung 172

Standardberufsbildpositionen | BIBB

HA_Erlaeuterungen-der-integrativ-zu-vermittelnden-Fertigkeiten-Kenntnisse-und-Faehigkeiten.pdf

BIBB / VIER SIND DIE ZUKUNFT

Beschreibung:

Die Standardberufsbildpositionen sind seit 2021 verbindlicher Bestandteil aller modernisierten Ausbildungsordnungen und umfassen die Themen:

Das Projekt entwickelt hierzu praxisnahe Unterstützungsangebote für Ausbildungspersonal, darunter digitale Lernbausteine, Workshops, Transferinstrumente und Good-Practice-Sammlungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie diese Themen nicht als zusätzliche Ausbildungsinhalte verstanden werden, sondern im Ausbildungsalltag konkret umgesetzt werden können.

Die Community richtet sich an:

- Ausbilderinnen u. Ausbilder
- Ausbildungsbeauftragte
- Ausbildungsleitungen
- Berufsschullehrkräfte
- Ausbilder in überbetr. Ausbildungsstätten
- AEVO-Dozierende

Vorteile für die Community

- praxisnahen Lösungsansätzen für aktuelle Ausbildungsherausforderungen
- Austausch mit anderen Ausbildungsbetrieben
- Good Practices aus verschiedenen Branchen
- Impulsen zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Arbeitsschutz und Lernbegleitung
- Unterstützung bei der Umsetzung moderner  Ausbildungsanforderungen

Die Community soll insbesondere dazu beitragen, die Ausbildungsqualität zu stärken und Ausbildungspersonal im betrieblichen Alltag zu unterstützen.

Die Standardberufsbildposition beschreibt grundlegende Kompetenzen, die Auszubildende benötigen, um digitale Arbeitsmittel, Prozesse und Kommunikationsformen im beruflichen Alltag sicher und zielgerichtet zu nutzen.
Sie umfasst insbesondere den Umgang mit digitalen Medien und Systemen, die Nutzung von Informationen und Daten, den Schutz von Daten und Informationen sowie die Berücksichtigung von Datenschutz und Datensicherheit. Zudem werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitsprozesse, Zusammenarbeit und berufliche Anforderungen betrachtet.
Die Inhalte werden integrativ während der gesamten Ausbildung im Zusammenhang mit den jeweiligen beruflichen Tätigkeiten vermittelt. Auszubildende sollen dadurch digitale Entwicklungen verstehen, Chancen und Herausforderungen erkennen und digitale Arbeitsprozesse verantwortungsvoll mitgestalten können.
 

Weitere Informationen

Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 17. November 2020 zur „Anwendung der Standardberufsbildpositionen in der Ausbildungspraxis“

Standardberufsbildpositionen | BIBB